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Hatten Sie schon einmal Schwierigkeiten, sich zwischen zwei scheinbar ähnlichen Dingen zu entscheiden? Ich schon.

Ähnlich wie bei der Auswahl der perfekten Jeans aus einem Stapel fast identisch aussehender Modelle, bringt die Entscheidung zwischen SaaS-ERP und Cloud-ERP viele ins Grübeln.

Sie sehen gleich aus und passen ähnlich, aber sind sie wirklich identisch?

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Irgendwie schon … aber nicht ganz. Es gibt noch mehr zu dieser Geschichte, einschließlich Hosting-Modellen, Bereitstellungsmethoden und einigen weiteren Merkmalen, die sie voneinander unterscheiden.

SaaS-ERP – Kurze Erklärung

SaaS-ERP ist die Standardvariante von Online-Enterprise-Resource-Planning-Systemen.

Stellen Sie sich vor, David hätte die Stärke von Goliath – dieses System verhilft kleinen und mittelständischen Unternehmen zu schnelleren Implementierungen, besseren Sicherheitsmaßnahmen, nahtloser Skalierbarkeit und potenziellen Kosteneinsparungen. Es bietet:

  • Schnellere ERP-Implementierungen, die Ihnen einen schnellen Start ermöglichen.
  • Sicherheitsmaßnahmen, um Ihre Daten zu schützen.
  • Skalierbarkeitsfunktionen, damit Sie wachsen können, ohne Ihr System zu überfordern.

Cloud-ERP – Kurze Erklärung

Cloud-ERP-Software ist der anpassbare Riese im Online-ERP-Universum. Zwar wird sie ebenfalls online bereitgestellt, doch die Anschaffung eines solchen Systems ist ein wesentlich umfangreicheres Unterfangen.

Stellen Sie sich eine architektonisch fortschrittliche Festung vor – dieses System bietet Unternehmen jeder Größe eine Kombination aus robuster Flexibilität, erweiterten Anpassungsmöglichkeiten, weltweitem Zugriff und operativer Effizienz. Im Vergleich zu SaaS-ERP bieten die Vorteile von Cloud-ERP unter anderem:

  • Umfassende Anpassungsmöglichkeiten, mit denen Sie das System exakt auf Ihre Geschäftsanforderungen zuschneiden können.
  • Verbesserte Kontrolle über Updates und Upgrades – Sie sitzen am Steuer.
  • Wahlmöglichkeiten bei den Infrastrukturpartnern: Entscheiden Sie sich je nach Sicherheits- und Compliance-Anforderungen für eine private, öffentliche oder hybride Cloud.
  • Potenzielle Kosteneinsparungen auf lange Sicht, da Sie das System vollständig besitzen.

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Die wichtigsten Unterschiede zwischen SaaS- und Cloud-ERP

Obwohl die beiden ERP-Systemarten sich sehr ähneln, gibt es einige Kategorien, die sie unterscheiden:

1. Bereitstellung und Verwaltung

SaaS-ERP-Systeme werden in der Regel auf den Servern des Anbieters gehostet und vollständig vom Anbieter verwaltet. Das bedeutet, dass die Software als Dienstleistung über das Internet bereitgestellt wird. Sie greifen über einen Webbrowser auf die Software zu, ohne sich um Wartung oder Updates kümmern zu müssen – das übernimmt der Anbieter.

Im Gegensatz dazu kann Cloud-ERP in verschiedenen Cloud-Umgebungen (privat, öffentlich oder hybrid) gehostet werden und bietet mehr Flexibilität in Bezug auf Bereitstellung und Verwaltung. Unternehmen können mehr Kontrolle über ihre ERP-Software erlangen – einschließlich der Frage, wo sie gehostet und wie sie gewartet wird.

2. Anpassung und Integration

SaaS-ERP-Systeme gelten oft als „Out-of-the-Box“-Lösungen mit Standardfunktionen, die auf allgemeine Geschäftsprozesse zugeschnitten sind. Das bedeutet, dass sie im Vergleich zu Cloud-ERP-Lösungen eingeschränkt sein können.

Cloud-ERP-Systeme bieten umfassendere Integrationsmöglichkeiten mit anderen Geschäftssystemen und lassen sich gezielter auf spezifische Workflows und Prozesse anpassen.

3. Kontrolle und Flexibilität

Bei SaaS-ERP liegt die Kontrolle über Software-Updates, Upgrades und Änderungen größtenteils beim Anbieter. Die Nutzer müssen sich dem Zeitpunkt und der Art dieser Aktualisierungen anpassen.

Cloud-ERP-Systeme hingegen bieten Unternehmen mehr Kontrolle über den Update-Prozess und erlauben es, Aktualisierungen so zu terminieren, dass Betriebsunterbrechungen minimiert werden. Außerdem können Sie den Umfang, die Sicherheitsmaßnahmen und die Compliance-Standards Ihrer Cloud-Infrastruktur selbst festlegen – für ein Maximum an Flexibilität und Kontrolle.

4. Preisgestaltung

Mit großer Macht kommt … ein großer Preis – oder so ähnlich.

SaaS-ERP-Systeme bieten typischerweise ein abonnementbasiertes Modell, das aufgrund niedriger Einstiegskosten, schneller Implementierung und einfacher Wartung vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv ist. Die Out-of-the-Box-Funktionalität und das einfache Preismodell von SaaS-ERP-Systemen passen gut zu kleineren Organisationen mit standardisierten Geschäftsprozessen.

Im Gegensatz dazu neigen Cloud-ERP-Systeme mit ihrem Fokus auf Anpassungsfähigkeit und Flexibilität dazu, größere Unternehmen oder Firmen mit spezifischen Anforderungen anzuziehen. Diese Systeme können höhere Anfangskosten durch Individualisierung sowie möglicherweise komplexere Preismodelle aufweisen, die auf zusätzlichen benötigten Dienstleistungen basieren. 

Die Möglichkeit, sich tief in bestehende Systeme zu integrieren, Funktionen genau auf Geschäftsprozesse zuzuschneiden und mehr Kontrolle über Daten und Updates zu behalten, macht Cloud-ERP zur bevorzugten Wahl für Unternehmen, die eine hochgradig anpassbare Lösung benötigen, die mit ihrem Wachstum skaliert und sich weiterentwickelt.

Die Abkehr von lokalen ERP-Lösungen

Es findet eine bemerkenswerte Veränderung statt. Kein Tsunami – wie Softwareanbieter es gerne darstellen –, aber dennoch eine beachtliche.

Große Unternehmen bevorzugen Software-basierte ERP-Lösungen gegenüber lokalen Optionen, und das aus gutem Grund: von Kosteneinsparungen über verbesserte Sicherheit bis hin zu optimierter Skalierbarkeit.

Wenn ich erklären müsste, warum Firmen eher softwarebasierte als lokale ERP-Lösungen wählen, würde ich es mit drei Worten sagen: Es ist einfach besser

Die wichtigsten Vorteile, die den Umstieg auf Online-ERP vorantreiben

Es gibt drei Hauptgründe, weshalb viele auf Online-ERP-Systeme umsteigen:

  • Geringere Anfangskosten
  • Zeitersparnis
  • Einfachere Skalierbarkeit

Die Akzeptanzrate cloudbasierter ERPs ist vor allem dank geringerer Einstiegskosten so stark gestiegen. Anders als bei traditionellen On-Premises-Systemen sind keine hohen Anfangsinvestitionen in Hardware erforderlich.

Diese Kostenersparnis setzt sich auch in den laufenden Wartungskosten fort – diese werden in der Regel vom Anbieter selbst übernommen, was Zeit- und Geldaufwand für Ihr IT-Team verringert. Stellen Sie es sich so vor: Sie mieten im Prinzip eine Wohnung, anstatt sie zu kaufen – weniger Verantwortung, aber der gleiche Komfort.

Darüber hinaus ist Skalierbarkeit bei Cloud-Lösungen standardmäßig enthalten. Sie können also mit Ihrem Unternehmen wachsen, ohne Angst haben zu müssen, dass Ihr aktuelles System an seine Grenzen stößt und teure Aufrüstungen nötig werden.

Mehr als nur Semantik

Jetzt sollten Sie das Bild klarer sehen – Software-as-a-Service-ERP und Cloud-ERP sind mehr als nur unterschiedliche Namen für ähnliche Programme, auf die man per Internet zugreift.

SaaS-ERP bietet kleinen Unternehmen Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit, wohingegen Cloud-Lösungen bei großen Organisationen beliebter sind, aufgrund ihrer Skalierbarkeit und Sicherheitsmerkmale.

Denken Sie jedoch daran: Beide bieten einzigartige Vorteile, abhängig von den Anforderungen Ihres Unternehmens. Wählen Sie also mit Bedacht!

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Simon Litt

Simon Litt ist auf eine Vielzahl von Finanzthemen spezialisiert. Karrierefokus auf Privat- und Unternehmensfinanzen für digitale Publikationen, börsennotierte Unternehmen und Medienmarken weltweit.