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Ein gut durchgeführtes ERP-Software-Implementierungsprojekt hilft Ihnen und Ihrem Projektteam, das Risiko zu minimieren, Überforderung zu vermeiden und schneller einen Mehrwert zu erzielen. Ein strukturierter, phasenweiser Implementierungsprozess ist dabei entscheidend.

Sie werden wahrscheinlich auf Herausforderungen wie Komplexität, Widerstand Ihrer Teammitglieder und enge Zeitpläne stoßen. Aber keine Sorge – dieser Leitfaden gibt Ihnen die Klarheit und das Selbstvertrauen, das Sie für eine erfolgreiche ERP-Implementierung benötigen.

10 Schlüsselfasen der ERP-Software-Implementierung

Nachdem Sie eine ERP-Plattform ausgewählt haben, sorgt eine Roadmap dafür, dass der Implementierungsprozess besser handhabbar ist. Hier sehen Sie, wie der Prozess abläuft:

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1. Ziele und Projektumfang definieren

In dieser ersten Phase müssen Sie die Anforderungen an die Einführung Ihres ERP-Systems sowie die Projektziele klar herausarbeiten. Beginnen Sie damit, Input von allen wichtigen Stakeholdern einzuholen – dazu zählen Abteilungsleiter und IT-Mitarbeiter – um sicherzustellen, dass alle ein gemeinsames Verständnis haben. So können Sie realistische Ziele setzen und verhindern, dass der Projektumfang später ausufert. Berücksichtigen Sie Ihre bestehenden Geschäftsprozesse und Altsysteme sowie die Funktionen, mit denen das neue ERP-System übereinstimmen muss.

Ein häufiger Fehler während der Festlegung des Projektumfangs ist, nicht frühzeitig genug genügend Personen einzubeziehen – dadurch werden wichtige Anforderungen oft übersehen. Um dies zu vermeiden, erstellen Sie eine Checkliste der ERP-Software-Anforderungen, auf die sich alle einigen. Damit stellen Sie sicher, dass Sie an alles denken und die ERP-Lösung auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens abstimmen.

2. Ein bereichsübergreifendes Projektteam zusammenstellen

Sie sollten ein bereichsübergreifendes Team mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Perspektiven zusammenstellen, um sicherzustellen, dass das System für alle Schlüsselpersonen funktioniert. Binden Sie Mitglieder aus verschiedenen Abteilungen wie Finanzen, Personalwesen, Betrieb und IT ein, um einen ganzheitlichen Ansatz zu gewährleisten. Verstehen Sie die jeweiligen Anforderungen jeder Abteilung und wie sie mit der ERP-Lösung zusammenarbeiten werden.

Es ist wichtig, eine Projektleitung oder einen Projektmanager zu bestimmen, der alle koordinieren und auf Kurs halten kann – legen Sie deshalb von Anfang an fest, wer das Projekt führt. Um Widerstände von Endanwendern zu vermeiden, die den unmittelbaren Nutzen des Systems nicht erkennen, kommunizieren Sie frühzeitig die langfristigen Vorteile und schaffen Sie Akzeptanz, indem Sie sie in Entscheidungsprozesse einbinden.

Vergessen Sie nicht, wie wichtig die ERP-Software-Funktionen sind, die jede Abteilung benötigt. Sorgen Sie dafür, dass jede Stimme gehört wird, um Funktionslücken zu vermeiden. Mit einem starken Team sind Sie bestens gerüstet für die nächste Implementierungsphase.

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3. Analysieren Sie Ihre aktuellen Geschäftsprozesse

Jetzt ist es an der Zeit, Ihre aktuellen Geschäftsabläufe genau unter die Lupe zu nehmen. Beginnen Sie damit, jeden Prozess zu erfassen, um Ineffizienzen und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Überprüfen Sie, wie diese Prozesse mit Ihrem ERP-Einführungsplan zusammenpassen, damit der Übergang reibungslos verläuft.

Stellen Sie sicher, dass diese Prozesse gründlich dokumentiert werden, um beim ERP-Rollout keine Lücken entstehen zu lassen. Erstellen Sie detaillierte Prozesslandkarten und holen Sie Feedback von Ihrem Team ein, damit die Dokumentation möglichst exakt ist. Bewerten Sie auch Abhängigkeiten zwischen den Prozessen sowie deren Auswirkungen auf die Integration des ERP-Systems mit Ihrem CRM, Ihrer Beschaffung oder Ihren Supply-Chain-Management-Tools.

Richten Sie eventuell Workshops oder Brainstorming-Sitzungen mit den Personen ein, die die einzelnen Prozesse verantworten. Das fördert den offenen Dialog und erhöht das Verständnis aller Beteiligten für den erforderlichen Änderungsbedarf.

4. Das ERP-System an Ihre Geschäftsanforderungen anpassen

SAP ERP customization of dashboard
SAP ERP ermöglicht die Anpassung von Systemen zur besseren Ausrichtung auf die Geschäftsabläufe und Integration.

Die Anpassung Ihrer ERP-Software an Ihre spezifischen Bedürfnisse ist entscheidend, damit diese Ihre Arbeitsabläufe optimal unterstützt. Arbeiten Sie gemeinsam mit Ihrem IT-Team und den Abteilungsleitern, um die Funktionen zu identifizieren, die angepasst werden müssen. Achten Sie dabei auch auf Abhängigkeiten – etwa zu lokalen Tools oder Cloud-ERP-Systemen – damit die Kompatibilität und Integration reibungslos funktioniert.

Vermeiden Sie es, Ihr System zu stark zu individualisieren, denn das erschwert die Implementierung und führt später zu höheren Wartungskosten. Konzentrieren Sie sich auf Anpassungen, die wesentliche Betriebsabläufe unterstützen, beispielsweise die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben oder die Abstimmung von Modulen auf Bereiche wie Supply Chain oder Customer Relationship Management (CRM).

Tipp: Erstellen Sie eine Prioritätenliste für Anpassungen und sortieren Sie diese nach ihrem Einfluss auf Produktivität, Effizienz und KPIs der Mitarbeitenden. Das hilft Ihnen, die Anpassungsphase zu strukturieren und die Performance zu optimieren.

5. Vorhandene Daten präzise migrieren

Die Datenmigration ist ein entscheidender Schritt bei jeder ERP-Einführung. Arbeiten Sie eng mit Ihrem IT-Team und Datenmanagement-Spezialisten zusammen, um festzulegen, welche Daten übernommen und bereinigt werden müssen. Indem Sie Endanwender frühzeitig einbeziehen, können Sie potenzielle Probleme früh erkennen.

Stellen Sie sicher, dass Sie sowohl auf Genauigkeit als auch auf Vollständigkeit achten. Ein häufiger Fehler ist das Ausbleiben der Datenvalidierung nach der Migration, was zu Störungen führen kann. Führen Sie gründliche Tests durch, um zu bestätigen, dass alles korrekt übertragen wurde (dazu gleich mehr).

Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen beim Datenmigrationsprozess:

  1. Zu migrierende Daten identifizieren
  2. Daten im Vorfeld bereinigen und validieren
  3. Testmigration durchführen
  4. Metriken und Schlüsselkennzahlen (KPIs) nach der Migration überprüfen
  5. Diskrepanzen umgehend beheben

6. Führen Sie ausführliche Systemtests durch

NetSuite ERP's system testing
NetSuites ausführliche Systemtests gewährleisten Genauigkeit, Stabilität und einen reibungslosen Rollout.

Durch Testen stellen Sie sicher, dass Ihr ERP-Einführungsplan wie vorgesehen funktioniert. Beziehen Sie Ihr funktionsübergreifendes Team (und alle, die regelmäßig mit dem System arbeiten werden) ein, um die Kernfunktionen und die primären Anwendungsfälle zu testen, die das System unterstützen soll.

Wird das Testen übersprungen oder übereilt, drohen Performanceprobleme, die die gesamte Organisation betreffen können. Planen Sie ausreichend Zeit für mehrere Testzyklen ein, einschließlich Themen wie Echtzeit-Reporting, Prognosen und Change-Management-Szenarien.

Probieren Sie Folgendes: Erstellen Sie eine Test-Checkliste, die unterschiedliche Szenarien – wie Dateneingabe, Berichtserstellung und Benutzerberechtigungen – umfasst. So wird sichergestellt, dass kein Bereich übersehen wird. Durch ausführliche Systemtests können Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden, was Ihnen und Ihrem Team Sicherheit für den finalen Rollout gibt.

7. Schulen Sie Benutzer für eine reibungslose Einführung

Passen Sie die Schulungen auf die jeweiligen Fachbereiche an, damit jede Gruppe versteht, wie die ERP-Software ihre Arbeitsabläufe unterstützt. Stellen Sie Wissensartikel und FAQs zur Verfügung, um das Lernen zu erleichtern, und wiederholen Sie die Inhalte in Auffrischungskursen. Eine klare, praxisorientierte Schulung verringert Verwirrung und fördert die Akzeptanz.

Effektives Training orientiert sich meist an folgenden Best Practices:

  • Nutzen Sie praktische Übungen, um das Gelernte zu festigen
  • Stellen Sie klare, schrittweise Anleitungen bereit
  • Bieten Sie kontinuierliche Unterstützung und regelmäßige Auffrischungen an

Ein offenes Umfeld, in dem Nutzer sich trauen, Fragen zu stellen, ist entscheidend für eine erfolgreiche Schulung. Ermutigen Sie zu Rückmeldungen und passen Sie den Trainingsansatz bei Bedarf an. Durch umfassende Schulung sorgen Sie dafür, dass Ihr Team sich beim Umgang mit dem neuen ERP-System sicher und kompetent fühlt.

8. Führen Sie das System mit fortlaufender Unterstützung ein

Der Go-Live ist ein bedeutender Meilenstein, aber kontinuierliche Unterstützung nach der Einführung ist entscheidend. Erstellen Sie einen Supportplan, der unter anderem Anleitungen zur Fehlerbehebung, Self-Service-Portale und dedizierte Unterstützung durch Ihr Implementierungsteam umfasst.

Profi-Tipp: Vereinbaren Sie regelmäßige Treffen mit Ihrem Team, um Feedback einzuholen und notwendige Anpassungen vorzunehmen. So fördern Sie die Nutzerzufriedenheit und die Systemeffizienz. Denken Sie daran: Ihre ERP-Lösung benötigt eventuell eine kontinuierliche Feinabstimmung – achten Sie darauf, wie gut das System mit weiteren Tools interagiert. Mit einem starken Support-System sichern Sie einen reibungslosen und erfolgreichen ERP-Betrieb.

9. Sammeln Sie Nutzerfeedback nach dem Go-Live

ERPNExt gathers user feedback
ERPNext sammelt und analysiert Feedback, um Systeme zu verbessern und die Zufriedenheit zu steigern.

Feedback ist in der Phase nach der Implementierung essenziell. Nutzen Sie Umfragen und Fallstudien, um Lücken zu identifizieren. Bewerten Sie die Zufriedenheit anhand von Service-Level-Agreements (SLAs), KPIs und anderen Leistungskennzahlen.

Nutzer könnten davor zurückschrecken, negatives Feedback zu äußern. Fördern Sie Offenheit, indem Sie versichern, dass Ihr Input geschätzt wird und zur Systemverbesserung beiträgt. Eine anonyme Feedback-Möglichkeit führt oft zu ehrlicheren Rückmeldungen.

Folgende Best Practices helfen Ihnen, wertvolles Feedback zu sammeln:

  • Planen Sie regelmäßige Feedbackrunden
  • Mischen Sie Umfragen mit Face-to-Face-Gesprächen
  • Priorisieren Sie Themen nach Häufigkeit und Auswirkungen

Durch systematisches Sammeln und Analysieren von Feedback identifizieren Sie Verbesserungsbereiche und beheben Schwachstellen. Dieser fortlaufende Dialog steigert nicht nur die Funktionalität des Systems, sondern auch die Zufriedenheit und das Engagement der Nutzer.

10. Führen Sie kontinuierliche Systemverbesserungen ein

Kontinuierliche Updates halten Ihre ERP-Lösung skalierbar und passen sie an die sich entwickelnden Geschäftsanforderungen an. Überprüfen Sie regelmäßig die Geschäftsanforderungen, verfolgen Sie Kennzahlen und passen Sie das System an, um die Entscheidungsfindung zu verbessern, indem Sie neue Integrationen und Funktionen bei Bedarf implementieren.

Unternehmen vernachlässigen oft die Aktualisierung ihrer ERP-Systeme, was zu Ineffizienzen und veralteten Funktionen führt. Die Einrichtung eines regelmäßigen Plans für Systembewertungen kann helfen, dies zu vermeiden. Regelmäßige Updates und Verbesserungen stellen sicher, dass Sie die neuesten Funktionen der ERP-Software optimal nutzen und stets auf dem aktuellen Stand der Branchennormen bleiben.

Richten Sie einen Feedback-Mechanismus ein, bei dem Nutzer Probleme melden und Verbesserungsvorschläge einreichen können. Anschließend priorisieren Sie die Rückmeldungen nach Auswirkung und Umsetzbarkeit. Dieser proaktive Ansatz verbessert nicht nur die Systemleistung, sondern steigert auch die Nutzerzufriedenheit. Wenn Sie sich zu kontinuierlichen Verbesserungen verpflichten, bleibt Ihr ERP-System eine wertvolle Ressource für Ihre Geschäftsabläufe.

Best Practices für eine erfolgreiche ERP-Software-Einführung

Die Einführung von ERP-Software kann herausfordernd sein, besonders wenn Sie Gegenwind wie Widerstände gegen Veränderungen, Probleme bei der Datenmigration und Verzögerungen im Zeitplan erleben.

Um diese Risiken zu minimieren, sollten Sie sich auf eine sorgfältige Planung und die frühzeitige Einbindung der Nutzer konzentrieren. Sichern Sie sich die Unterstützung der Führungsebene, kontrollieren Sie den Projektumfang und stellen Sie kontinuierlichen Support bereit. Wenn Sie diese Strategien betonen, profitieren Sie von den Vorteilen von ERP-Software.

Hier finden Sie eine Tabelle mit Dingen, die Sie vermeiden sollten – und was Sie stattdessen tun sollten:

Don’tsStattdessen tun...
Davon ausgehen, dass sich alle problemlos an Veränderungen anpassenBieten Sie Schulungen und Support an, damit die Nutzer sich anpassen können
Die Datenmigration überstürzenÜberprüfen und testen Sie die Daten sorgfältig, bevor Sie live gehen
Nutzerfeedback während der Einführung ignorierenSammeln und nutzen Sie regelmäßig Nutzerfeedback
Die Bedeutung der Unterstützung durch die Führungsebene unterschätzenSichern Sie sich starke Rückendeckung aus dem Management
Scope Creep unkontrolliert lassenDefinieren Sie den Projektumfang klar und halten Sie daran fest
Fehlende laufende SystemunterstützungStellen Sie ein dediziertes Support-Team für kontinuierliche Unterstützung bereit
Unterschätzen, wie viel Zeit für jede Phase benötigt wirdErstellen Sie einen realistischen Zeitplan mit Puffer für unerwartete Verzögerungen

FAQs zur Einführung von ERP-Software

Hier finden Sie eine Liste häufig gestellter Fragen, die Ihnen helfen, Bedenken im Hinblick auf Planung, technische Einrichtung und Akzeptanz zu klären – für eine reibungslose ERP-Einführung:

Wie lange dauert die Einführung von ERP-Software normalerweise?

Die Einführungsdauer kann sehr unterschiedlich sein, oft dauert es jedoch mehrere Monate bis zu einem Jahr. Faktoren wie Unternehmensgröße, Komplexität der Prozesse und der notwendige Grad an Individualisierung spielen eine Rolle. Meiner Meinung nach sollten Sie einen realistischen Zeitplan erstellen, der Zeit für Tests und Schulungen beinhaltet. Planen Sie auch einen Puffer für unerwartete Probleme ein, um keine Phase überstürzt abzuschließen.

Gibt es versteckte Kosten bei der Einführung von ERP?

Ja, es kann versteckte Kosten geben. Dazu gehören möglicherweise Schulungen, Datenmigration, Individualisierungen und laufender Support. Berücksichtigen Sie diese Posten in Ihrem Budget, um Überraschungen zu vermeiden. Sprechen Sie mögliche Zusatzkosten im Vorfeld mit Ihrem Anbieter ab und reservieren Sie einen Notfalletat für unerwartete Ausgaben.

Kann ich mein ERP-System nach der Einführung upgraden?

Ja, Sie können Ihr ERP-System nach der Einführung upgraden. Regelmäßige Updates sind wichtig, um das System effizient und sicher zu halten. Arbeiten Sie mit Ihrem Anbieter zusammen, um Upgrades zu planen und die Kompatibilität zu gewährleisten. Upgrades bringen häufig neue Funktionen und Verbesserungen, deshalb sollten Sie Schulungen einplanen, um die Anwender zu unterstützen.

Wie geht es weiter:

Wenn Sie gerade ERP-Software recherchieren, kontaktieren Sie einen SoftwareSelect-Berater für kostenlose Empfehlungen.

Sie füllen ein Formular aus und führen ein kurzes Gespräch, in dem Ihre konkreten Anforderungen ermittelt werden. Anschließend erhalten Sie eine Auswahlliste an Software, die Sie prüfen können. Sie werden sogar während des gesamten Kaufprozesses unterstützt, einschließlich Preisverhandlungen.