Softwarespezifikationen sind Ihre Einkaufsliste: Viele Geschäftsinhaber haben Schwierigkeiten, das richtige POS-System zu wählen – oft weil sie ihre spezifischen Anforderungen nicht vorab festlegen, bevor sie sich mit Vertriebsmitarbeitern treffen. Gut, dass Sie hier sind, oder?
Setzen Sie sich für Ihr zukünftiges Ich ein: Ein Systemwechsel ist, gelinde gesagt, mühsam. Überlegen Sie vor der Auswahl eines Systems, wo Sie mit Ihrem Unternehmen hinwollen.
Betrachten Sie die Gesamtkosten des Besitzes: Die beworbenen Preisschilder zeigen nicht das ganze Bild. Ermitteln Sie die Gesamtkosten des Besitzes für Ihre engere Auswahl an Tools, bevor Sie sich entscheiden.
Zahlreiche Geschäftsinhaber tun sich schwer, das richtige POS-System zu finden, und enden oft mit einer Software, die entweder zu komplex ist oder nicht zu ihren Anforderungen passt. Meistens liegt das daran, dass sie ohne eine vorherige Spezifikation der POS-Software-Anforderungen in ein Verkaufsgespräch gegangen sind.
Deshalb habe ich diesen Leitfaden erstellt, um Ihnen zu helfen zu verstehen, welche POS-Funktionen ein Muss sind und auf welche Sie getrost verzichten können.
Einführung in POS-Systeme
Ihr Point-of-Sale-System ist die moderne Registrierkasse – aber mit viel mehr Möglichkeiten. Es ist das Herzstück, das bei der reibungslosen Zahlungsabwicklung hilft, den Überblick über die Verkaufszahlen behält und gleichzeitig Informationen zu Ihren Produkten und Kunden sammelt.
Ob Sie nun Umsätze verfolgen, Aktionen verwalten oder sogar das Ein- und Ausstempeln steuern möchten – diese Systeme sorgen dafür, dass alles rundläuft.
Warum die Auswahl des POS-Systems zählt
Sobald das System einmal eingerichtet ist, läuft jede Transaktion – ob groß oder klein – über Ihr POS. Ein gutes POS-System:
- Verarbeitet Verkäufe sofort
- Verfolgt den Lagerbestand in Echtzeit
- Verwaltet Kundendaten sinnvoll
- Erstellt auf Knopfdruck aussagekräftige Berichte
- Optimiert Abläufe vom Verkaufstresen bis ins Backoffice
Doch nicht alle POS-Systeme sind gleich aufgebaut oder bieten die gleichen Vorteile. Einige Systeme sind sehr spartanisch, andere wiederum haben Funktionen, die Sie wahrscheinlich nie nutzen werden. Das Wichtigste ist, die richtige Balance für Ihr Unternehmen zu finden. Hier finden Sie einige meiner Favoriten.
Moderne POS-Systeme gibt es in zwei Varianten: On-Premise und Cloud-basiert. On-Premise-Systeme laufen im lokalen Netzwerk, Cloud-basierte Lösungen sind von überall mit Internetzugang erreichbar. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, jedoch werden cloud-basierte Systeme immer beliebter – dank ihrer Flexibilität und Skalierbarkeit.
Schlüsselfunktionen von POS-Software
Diese Geräte kommen in verschiedensten Ausführungen, aber die Unterschiede bei den POS-Funktionen sind vermutlich der Hauptgrund, ein gutes System zu finden. Auf Folgendes sollten Sie achten:
Compliance und Sicherheit
Sicherheit ist bei jeder Software ein Muss – beim POS gilt das besonders. Ihr System verarbeitet täglich sensible Daten und ist ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle.
PCI DSS-Konformität ist Ihre erste Verteidigungslinie. Dies sind Sicherheitsstandards, die sicherstellen, dass alle Unternehmen, die Kreditkarteninformationen akzeptieren, verarbeiten, speichern oder übertragen, eine sichere Umgebung einhalten. Achten Sie darauf, dass Ihr POS-System PCI DSS Level 1 zertifiziert ist – das höchste Sicherheitsniveau.
DSGVO-Konformität ist entscheidend, wenn Sie europäische Kunden haben. Sie regelt, wie Sie personenbezogene Daten erfassen, speichern und nutzen. Ein DSGVO-konformes POS-System hilft Ihnen, hohe Geldstrafen zu vermeiden und die Privatsphäre Ihrer Kunden zu schützen.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist der Bodyguard Ihrer Daten. Sie verschlüsselt Informationen während der Übertragung, sodass sie für Dritte unlesbar bleibt.
Wichtige Sicherheitsfunktionen, auf die Sie bei einem POS-System achten sollten:
- Tokenisierung der Kreditkartendaten
- Regelmäßige automatische Updates
- Rollenbasierte Zugriffskontrollen und Berechtigungen
- Mehrfaktor-Authentifizierung (2FA, MFA)
- Betrugserkennungsalgorithmen
Wenn Sie es nicht schon Ihrer Kunden wegen tun: Denken Sie an den Imageschaden, den Nachlässigkeit bei der Sicherheit anrichten kann. 2018 erlitt die Modemarke Forever 21 einen siebenmonatigen Datenklau, weil auf einigen POS-Geräten die Verschlüsselung nicht eingeschaltet war. Dadurch erhielten Unbefugte Zugriff auf die Kreditkartendaten von Kunden in bestimmten Stores. Tschüss, Kunden!
Kunden- und Loyalitätsmanagement
Ein stabiles CRM (Customer Relationship Management) im POS-System schafft einen 360-Grad-Blick auf Ihre Kunden.
Moderne POS-Systeme ermöglichen Ihnen:
- Detaillierte Kundenprofile anlegen
- Kaufhistorien und Präferenzen verfolgen
- Kunden nach Kaufverhalten segmentieren
- Loyalitätsprogramme einfach managen
Die wahre Stärke liegt jedoch in der Nutzung dieser Daten. Erstklassige POS-Systeme bieten Predictive Analytics, also vorausschauende Analysen, die Ihnen helfen, Kundenbedürfnisse vorherzusehen und Angebote gezielt zu steuern.
Loyalitätsprogramme sind ein starkes Mittel für die Kundenbindung. Suchen Sie nach einem POS, das folgendes kann:
- Gestaffelte Belohnungssysteme einrichten
- Punkte für Einkäufe vergeben
- Leicht einlösbare Prämien anbieten
Die Starbucks App ist eine perfekte Erweiterung des POS-Systems und, ehrlich gesagt, ein Paradebeispiel für Kundentreue. Damit können Kunden vorausbestellen, Sterne (Punkte) sammeln und Prämien einlösen. Diese Integration ist ein entscheidender Erfolgsfaktor: Im vergangenen Jahr waren mobile Bestellungen für 31 % aller US-Transaktionen in eigenen Filialen verantwortlich.
Mitarbeitermanagement
Effizientes Mitarbeitermanagement kann die Produktivität steigern, den Kundenservice verbessern und letztlich die Rentabilität erhöhen.
Wichtige POS-Funktionen im Bereich Mitarbeiter:
- Zeiterfassung und Dienstplanung: Erkennen, wer wann arbeitet, Schichten einfach planen und ändern, Überstunden überwachen, Schichttausch und Urlaubsanträge verwalten, um Personalkosten zu steuern.
- Leistungskennzahlen: Top-Performer und Optimierungspotenziale erkennen. Zu den KPIs zählen Verkäufe pro Stunde, durchschnittlicher Warenkorb, Upselling und Cross-Selling sowie direkt Mitarbeitenden zugeordnetes Kundenfeedback.
- Anpassbare Zugriffsrechte: Steuern Sie, auf welche Informationen und Funktionen Mitarbeitende im POS zugreifen – für mehr Sicherheit und damit jeder nur sieht, was für seine Rolle nötig ist.
Toast, ein beliebtes POS-System für Restaurants, bietet starke Funktionen im Mitarbeitermanagement. Einer ihrer Kunden berichtete von 10 % mehr Trinkgeld und einer spürbaren Produktivitätssteigerung des Service-Teams nach Einführung der Mitarbeiter-Management-Tools von Toast. Klare Leistungskennzahlen halfen den Mitarbeitenden, Schwachstellen zu erkennen und sich zu motivieren.
Lagerverwaltung
Gute Lagerverwaltung heißt nicht nur wissen, was Sie haben, sondern auch, die richtigen Artikel am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu führen. Ein gutes POS-System nimmt Ihnen das Rätselraten ab und hilft mit datenbasierten Entscheidungen.
Wichtige Funktionen für Lagerverwaltung im POS sind:
- Echtzeit-Bestandskontrolle: Sie wissen jederzeit, was auf Lager ist, vermeiden Überverkäufe und Fehlbestände, erkennen Ladenhüter und enttarnen Diebstahl oder Schwund frühzeitig.
- Automatische Nachbestellpunkte: Legen Sie Mindestbestände fest und lassen Sie sich vom POS-System benachrichtigen – oder es generiert automatisch Bestellungen, sobald der Lagerbestand niedrig ist. So sparen Sie Zeit und verhindern Umsatzausfälle.
- Filialübergreifende Lagerverwaltung: Suchen Sie nach einem System, das Bestände bequem zwischen Standorten transferiert, Lagerstände aller Filialen zeigt und Berichte pro Standort oder unternehmensweit erstellt.
- Lieferantenmanagement: Optimieren Sie die Zusammenarbeit mit Ihren Lieferanten direkt im POS, mit einfacheren Bestellabläufen, Statusverfolgung und Lieferantenverwaltung.
Zahlungsabwicklung
Ihr POS-System muss Zahlungen schnell, sicher und flexibel abwickeln. Die richtigen Funktionen in der Zahlungsabwicklung verbessern die Kundenzufriedenheit und steigern Ihren Umsatz.
Darauf sollten Sie achten:
- Unterstützung mehrerer Zahlungsarten: Moderne Kunden erwarten Auswahl. Ihr POS sollte Kredit- und Debitkarten, Bargeld, mobile Zahlungen (Apple Pay, Google Pay usw.) und Geschenkkarten akzeptieren. Manche unterstützen sogar Kryptowährungen, was mich etwas verunsichert – darauf gehe ich aber nicht näher ein.
- Kontaktloses Bezahlen: Stellen Sie sicher, dass Ihr System NFC (Near Field Communication) für das kontaktlose Bezahlen mit Karten und digitalen Wallets unterstützt.
- Split-Payment-Funktion: Das System sollte Rechnungen einfach aufteilen oder mehrere Zahlungsarten pro Transaktion annehmen können.
- Offline-Zahlungsabwicklung: Wenn Sie eine instabile Internetverbindung haben, ist dies ein absolutes Muss. So können Transaktionen auch dann abgewickelt werden, wenn das Internet ausfällt – und stellen sicher, dass Verkäufe trotzdem durchgeführt werden, selbst wenn Ihre Verbindung streikt.
Verkaufsberichte und Analysefunktionen
Ein leistungsstarkes POS-System nutzt Transaktionen, um Einblicke zu geben. Umfassende Berichts- und Analysefunktionen helfen Ihnen, datengestützte Entscheidungen für das Wachstum Ihres Unternehmens zu treffen. Wichtige Funktionen, auf die Sie achten sollten:
- Echtzeit-Dashboards
- Anpassbare Berichte
- Analyse von Verkaufstrends
- Einblicke in das Kundenverhalten
- Berichte zur Lagerumschlagshäufigkeit
Ihr POS sollte täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich Verkaufsübersichten liefern, Berichte zu den meist- und schlechtestverkauften Produkten, Kennzahlen zur Mitarbeiterleistung und Umsatzmargenberechnungen bieten.
Suchen Sie nach Systemen mit intuitiven, visuellen Dashboards. Diese bieten Ihnen einen schnellen Überblick über die Performance Ihres Geschäfts auf einen Blick. Außerdem sollten die Berichte anpassbar sein. Jedes Unternehmen ist einzigartig, und Ihr POS sollte es ermöglichen, die für Sie relevantesten Daten im Detail zu analysieren.
Integrationsmöglichkeiten
Ihr POS-System sollte nahtlos mit anderen Systemen kommunizieren können, um Ihre betriebliche Effizienz zu steigern – z. B. mit Buchhaltungssoftware, E-Commerce-Plattformen, CRM-Systemen, Marketing-Tools, Warenwirtschaft (IMS) und HR-Software.
Ein gut integriertes POS-System kann:
- Verkaufsdaten automatisch mit Ihrer Buchhaltungssoftware synchronisieren
- Bestände über stationäre und Online-Kanäle hinweg aktualisieren
- Kundendaten ins CRM zur gezielten Vermarktung übertragen
- Sich mit E-Mail-Marketing-Plattformen für automatisierte Kampagnen verbinden
- Mit Terminplanungs-Software für Dienstleistungsunternehmen integrieren
Achten Sie auf POS-Systeme mit offenen APIs – so können Sie gegebenenfalls individuelle Integrationen realisieren, falls Standardlösungen Ihre Anforderungen nicht erfüllen.
Skalierbarkeit und Flexibilität
Ihr Unternehmen bleibt nicht statisch – Ihr POS-System sollte es auch nicht sein. Ein gutes System wächst mit Ihnen und passt sich Ihren sich entwickelnden Bedürfnissen an. Wichtige Skalierungsmerkmale sind:
- Filialmanagement für mehrere Standorte
- Cloud-basierte Architektur
- Anpassbare Funktionen
- Gestaffelte Preisoptionen
- API-Zugriff für individuelle Entwicklungen
Ein skalierbares POS ermöglicht es Ihnen, neue Standorte einfach hinzuzufügen, mit wachsendem Team Benutzerkonten zu erweitern, höhere Transaktionsvolumina ohne Leistungseinbußen zu managen und die Produktpalette beliebig zu vergrößern.
Cloud-basierte Systeme bieten die beste Skalierbarkeit: Sie stellen in Spitzenzeiten automatisch mehr Ressourcen bereit und lassen sich meist besonders einfach aktualisieren.
Flexibilität ist genauso wichtig. Ihr POS sollte sich anpassen an:
- Verschiedene Verkaufskanäle (stationär, online, mobil)
- Diverse Geschäftsmodelle (Einzelhandel, Abos, etc.)
- Sich ändernde Markttrends (wie kontaktlose Bezahlung)
Benutzerfreundliche Oberfläche
Ein POS-System kann noch so viele Funktionen haben – wenn es nicht einfach zu bedienen ist, bringt es Ihnen wenig. Eine intuitive Oberfläche ist entscheidend für schnelle Transaktionen und effiziente Abläufe – vor allem, wenn nicht Sie selbst, sondern Ihre Mitarbeiter damit arbeiten. Wichtige Aspekte einer benutzerfreundlichen POS-Oberfläche:
- Übersichtliches, klares Design
- Anpassbare Layouts
- Schnellzugriffs-Buttons für häufige Aufgaben
- Klar lesbare Texte und Symbole
- Reaktionsschnelle Touchscreen-Unterstützung
Suchen Sie ein POS mit einfacher Produktsuche und Barcode-Scan, Ein-Klick-Rückgaben und -Umtausch, unkomplizierter Rabatt-Funktion und schnellem Nutzerwechsel. Die besten Oberflächen sind individualisierbar: Sie sollten Tasten, Kategorien und Funktionen genau so anordnen können, wie es zu Ihrer Arbeitsweise passt.
Mobilität und Cloud-Unterstützung
Immer an ein festes Terminal gekettet zu sein, ist nicht praxisnah. Mobile und cloudbasierte POS-Lösungen bieten Flexibilität und Zugänglichkeit, die Ihren Betrieb verändern können. Wichtige Merkmale:
- Mobile App für Smartphone und Tablet
- Cloudbasierte Datenspeicherung und -zugriff
- Echtzeit-Synchronisierung über Geräte hinweg
- Offline-Betrieb möglich
- Remote-Management-Tools
Ein mobiles POS-System erlaubt Ihnen:
- Transaktionen überall im Geschäft abzuwickeln
- Ihr Geschäft mobil zu betreiben (z. B. Foodtrucks oder Pop-up-Shops)
- Warteschlangen in Stoßzeiten gezielt aufzulösen
- Von überall mit Internetzugang auf Ihre Daten zuzugreifen
- In Hochzeiten neue Terminals schnell hinzuzufügen
Cloud-Unterstützung sorgt dafür, dass Ihre Daten automatisch gesichert, von allen Geräten aus verfügbar und standortübergreifend stets aktuell sind.
Kundenservice und Schulung
Selbst das benutzerfreundlichste POS-System kann Probleme bereiten. Deshalb sind zuverlässiger Kundensupport und umfassende Schulungsressourcen bei der Auswahl essenziell. Darauf sollten Sie achten:
- 24/7-Kundensupport
- Mehrere Support-Kanäle (Telefon, E-Mail, Chat)
- Umfassende Wissensdatenbank und Tutorials
- Einführungsschulung und Onboarding-Unterstützung
- Regelmäßige System-Updates und neue Features
Wählen Sie einen POS-Anbieter, der Folgendes bietet:
- Schnelle Reaktionszeiten bei dringenden Anliegen
- Feste Ansprechpartner für persönliche Betreuung
- Video-Tutorials und Schritt-für-Schritt-Anleitungen
- Präsenz- oder Online-Schulungen
- Eine aktive Nutzergemeinschaft bzw. Foren
- Regelmäßige Check-ins, damit Sie das System effektiv einsetzen
- Proaktive Hinweise zu neuen Funktionen oder Updates
Wie Sie das richtige POS-System auswählen
Die Wahl des richtigen POS-Systems ist eine zentrale Entscheidung für Ihr Unternehmen. Hier finden Sie konkrete Schritte, um den Auswahlprozess strukturiert zu meistern und ein System zu wählen, das optimal zu Ihren individuellen Anforderungen passt.
- Bewerten Sie Ihre Anforderungen. Beginnen Sie damit, einen genauen Blick auf Ihre Abläufe zu werfen. Wo liegen Ihre größten Schmerzpunkte? Vielleicht im Bestandsmanagement oder bei langsamen Kassenvorgängen. Identifizieren Sie die drei wichtigsten Funktionen, die diese Probleme lösen würden. So können Sie sich bei der Evaluierung der Systeme auf das Wesentliche konzentrieren.
- Berücksichtigen Sie Ihr Budget und Ihr Transaktionsvolumen. Seien Sie realistisch in Bezug auf das, was Sie sich leisten können – sowohl einmalig als auch monatlich. Prüfen Sie die durchschnittlichen Kosten von POS-Systemen und denken Sie daran: Die günstigste Option ist nicht immer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Setzen Sie Ihre Recherche-Brille auf. Wenn Sie einen klaren Überblick über Ihre Bedürfnisse haben, ist es Zeit für die Recherche. Erstellen Sie eine Shortlist von 3–5 POS-Anbietern, die sich auf Ihre Branche und Unternehmensgröße spezialisiert haben (besitzen Sie ein KMU oder ein Enterprise?). Suchen Sie Nutzerbewertungen zu diesen Anbietern.
- Integration berücksichtigen. Prüfen Sie die Integrationspartner jedes Anbieters – funktionieren sie mit Ihren vorhandenen Tools?
- Kompatibilität der POS-Hardware bewerten. Listen Sie Ihre aktuelle Hardware auf (Kassenschubladen, Belegdrucker, Barcodescanner). Prüfen Sie, ob das POS-System kompatibel ist oder ob Sie neues Equipment einplanen müssen. Bei iPad-basierten Systemen kalkulieren Sie zum Beispiel die Kosten für iPad-Ständer und Kartenlesegeräte mit ein.
- Preismodelle analysieren. Vergleichen Sie monatliche Gebühren mit Transaktionsgebühren. Kalkulieren Sie die Gesamtkosten für 1 Jahr und 3 Jahre. Achten Sie auf versteckte Kosten wie Supportgebühren oder Zuschläge für Zusatzfunktionen.
- Nutzen Sie kostenlose Testversionen. Vertrauen Sie nicht nur auf Marketingmaterialien. Die meisten Anbieter bieten 14–30-tägige Testphasen. Nutzen Sie diese Zeit, um einen "Tag im Leben" zu simulieren: Verkäufe abwickeln, Rückerstattungen durchführen, Berichte erstellen. Stoppen Sie, wie lange typische Aufgaben wie das Hinzufügen von Lagerbeständen dauern.
- Testen Sie die Reaktionszeit des Kundensupports jedes Anbieters. Der Kundensupport kann Ihre POS-Erfahrung entscheidend beeinflussen. Testen Sie ihn anonym. Wenn Sie außerhalb der üblichen Geschäftszeiten arbeiten, ist 24/7-Support unerlässlich. Bewerten Sie auch Umfang der Wissensdatenbank und Einführungsvideos.
- Denken Sie an die Zukunft. Steht eine Expansion bevor, stellen Sie sicher, dass das System mehrere Standorte verwalten kann. Es sollte problemlos mindestens das doppelte Ihres derzeitigen Transaktionsvolumens leisten können.
- Sicherheit ist nicht verhandelbar. Überprüfen Sie PCI-DSS-Konformität und achten Sie auf Funktionen wie End-to-End-Verschlüsselung und Tokenisierung. Tools zur Betrugserkennung sind ein großes Plus.
- Holen Sie Feedback von ähnlichen Unternehmen ein. Treffen Sie die Entscheidung nicht im Alleingang. Sprechen Sie mit Unternehmen Ihrer Branche, die das in Frage kommende POS-System nutzen. Fragen Sie nach ihren Erfahrungen, Herausforderungen und ob sie sich wieder dafür entscheiden würden. Ich persönlich wende mich in solchen Situationen gerne an Reddit. Seltsamerweise funktioniert das.
- Treffen Sie Ihre Entscheidung. Erstellen Sie eine Entscheidungsmatrix mit Ihren wichtigsten Kriterien. Bewerten Sie jedes System danach, wie gut es diesen entspricht. Berücksichtigen Sie Gesamtkosten, Benutzerfreundlichkeit und Wachstumspotenzial.
Typische Fehler bei der Auswahl eines POS-Systems
Hier eine Liste der schlimmsten Fehler, die Menschen bei der Auswahl eines POS-Systems machen:
- Sich ausschließlich auf den Preis zu konzentrieren und den langfristigen Wert zu ignorieren
- Die Bedeutung von Skalierbarkeit für zukünftiges Wachstum zu übersehen
- Die Integrationsmöglichkeiten mit bestehender Software nicht zu berücksichtigen
- Den Bedarf an umfassendem Kundensupport zu unterschätzen
- Ein System auszuwählen, ohne es vorher vollständig getestet zu haben
- Branchenspezifische Funktionen, die das Unternehmen benötigt, zu ignorieren
- Das Personal nicht in den Auswahlprozess einzubeziehen
- Unnötige Funktionen wählen, die den Alltag verkomplizieren
- Die Benutzerfreundlichkeit und Lernkurve des Systems zu missachten
- Die Gesamtkosten, einschließlich Hardware und Gebühren, nicht zu berücksichtigen
Die Wahl eines POS-Systems ist eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens. Lassen Sie sich Zeit, recherchieren Sie gründlich und scheuen Sie sich nicht, kritische Fragen zu stellen. Das richtige System erfüllt nicht nur Ihre aktuellen Anforderungen, sondern unterstützt auch eine reibungslose POS-Implementierung und wächst gemeinsam mit Ihrem Unternehmen.
Stärken Sie Ihr Unternehmen mit dem richtigen POS-System
Bei der Wahl des passenden POS-Systems geht es nicht bloß um eine schicke Registrierkasse. Es geht darum, Ihr Unternehmen mit einem leistungsstarken Werkzeug zur Optimierung der Abläufe, Steigerung der Umsätze und zur Gewinnung wertvoller Einblicke auszustatten.
Von Sicherheitsfunktionen und Lagerverwaltung bis hin zu Zahlungsabwicklung und Kundenerfahrungsmanagement – jedes Element spielt eine entscheidende Rolle bei der Suche nach dem perfekten POS-System.
Es versteht sich von selbst: Es gibt keine Lösung von der Stange. Das beste POS für Sie ist dasjenige, das zu Ihren spezifischen Geschäftsanforderungen, Ihrem Budget und Ihren Wachstumsplänen passt. Lassen Sie sich Zeit, recherchieren Sie gründlich und scheuen Sie sich nicht, nach Demos und Testversionen zu fragen. Möchten Sie immer auf dem neuesten Stand rund um POS bleiben? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter, um Expertenrat, Leitfäden und Einblicke direkt in Ihr Postfach zu erhalten.
