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Key Takeaways

Optimierung Ihrer Geschäftsabläufe: Cloud-ERP ist wie das Netflix der Unternehmenssoftware: flexible, abonnierbare Nutzung wichtiger Programme – ohne lokale Hardware.

Zeit- und Kostenersparnis: Mit geringeren Anfangskosten, weniger IT-Personalbedarf und schnellerer Implementierung sind Cloud-ERP-Lösungen kosteneffizienter und schneller eingeführt als traditionelle ERP-Systeme.

Immer aktuell, nie veraltet: Automatische Updates und kontinuierliche Innovation sorgen dafür, dass Ihre ERP-Software stets mit neuesten Funktionen und Sicherheitsstandards ausgestattet ist – Ausfälle werden minimiert.

Sicherheit auf höchstem Niveau: Cloud-ERP-Systeme bieten erstklassigen Datenschutz dank Verschlüsselung, regelmäßigen Updates, Notfallwiederherstellung und strengen Compliance-Vorgaben.

Schnelle Entscheidungen treffen: Echtzeit-Analysen aus Cloud-ERP-Systemen liefern aktuelle Einblicke im gesamten Unternehmen, fördern bessere Entscheidungsfindung und mehr Effizienz.

Denkst du darüber nach, deinem ERP-System (Enterprise Resource Planning) ein Upgrade zu verpassen? Du bist nicht allein. Satte 76 % der Unternehmen sind bereits auf den Cloud-ERP-Zug aufgesprungen. Aber ist das auch das Richtige für dich?

Im Gegensatz zu traditionellen ERP-Systemen, die oft hohe Anfangsinvestitionen und komplexe Hardwarekonfigurationen erfordern, läuft Cloud-ERP auf einer schlankeren, flexibleren Plattform.

In diesem Artikel erkläre ich, was Cloud-ERP ist, warum es aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommt und natürlich auch, welche potenziellen Fallstricke es gibt. Außerdem bekommst du einen direkten Vergleich zwischen Cloud-ERP und traditionellem ERP, um herauszufinden, was besser zu dir passt.

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Was ist Cloud-ERP?

Cloud-ERP ist eine Software, die auf entfernten Servern läuft. Du greifst über das Internet darauf zu, nicht über deine eigenen Rechner.

Zentrale Merkmale:

  • Keine Hardware vor Ort nötig
  • Abo-basierte Preisstruktur
  • Automatische Updates und Wartung

Wie jedes ERP-System steuern cloudbasierte ERP-Lösungen diese zentralen Geschäftsprozesse:

  • Finanzen und Buchhaltung
  • Personalwesen
  • Lieferkettenmanagement
  • Kundenbeziehungsmanagement

… und vieles mehr – praktisch jeder Bereich deines Unternehmens kann abgedeckt werden. So verbindest du sämtliche Abteilungen und erhältst eine Gesamtübersicht über deine gesamte Organisation.

Das „Cloud“-Element steht für Flexibilität: Greife von überall, mit jedem Gerät, auf dein System zu. Es wächst mit deinem Unternehmen mit – ganz ohne umfangreiche Hardware-Upgrades, ähnlich wie bei SaaS-ERP.

Warum ist das wichtig? Weil du schneller auf Veränderungen reagieren kannst, klügere Entscheidungen auf Basis aktueller Daten triffst und dir das Verwalten komplexer IT-Infrastruktur ersparst. Es ist fast wie ein intelligenter Assistent an deiner Seite, der immer arbeitet, ständig dazu lernt und dich mit umsetzbaren Erkenntnissen versorgt.

10 Top-Vorteile von Cloud-ERP

Schauen wir uns direkt die Vorteile von cloudbasierten ERP-Systemen an.

1. Kosteneffizienz und reduzierte IT-Belastung

Cloud-ERP-Systeme können die Kosten für Unternehmen deutlich senken. Hier eine Übersicht der Einsparpotenziale:

  • Niedrigere Anfangsinvestition: Im Gegensatz zu traditionellen ERP-Systemen, die hohe einmalige Kosten für Hardware und Software verursachen, funktionieren cloudbasierte ERP-Lösungen im Abo-Modell. Dadurch sind sie gerade für kleine und mittlere Unternehmen finanziell besser erreichbar.
  • Weniger IT-Personal erforderlich: Wartung, Sicherheit und Updates übernimmt der Anbieter. Du benötigst weniger IT-Fachkräfte im eigenen Haus, senkst damit die laufenden Personalkosten und kannst das Team auf strategische Aufgaben statt Routine-IT fokussieren.
  • Energie- und Flächeneinsparungen: Keine Server vor Ort bedeutet niedrigere Energiekosten und weniger Bedarf an physischem Raum – damit sinken die Betriebskosten weiter.

Beispiel: APC, ein Unternehmen aus dem Gastgewerbe, senkte seine Betriebskosten um 30 % mit Oracle Fusion Cloud ERP. Sie wechselten vom Mietmodell für Rechenzentren zu Oracle Cloud Services.

Mehr als nur der Ticketpreis

Mehr als nur der Ticketpreis

Auch wenn Cloud-ERP viele Kosten reduziert, solltest du versteckte Ausgaben nicht vergessen – etwa für Datenmigration oder Schulungen, die deine Anfangsinvestition erhöhen können. Kalkuliere diese Faktoren ein, wenn du einen Umstieg planst.

2. Schnellere Implementierung und Time-To-Value

Cloud-ERP-Systeme bieten im Vergleich zu herkömmlichen On-Premises-Lösungen eine deutlich schnellere Implementierung. Die schnelle Bereitstellung verkürzt die Time-To-Value und sorgt dafür, dass Unternehmen die Vorteile ihres neuen Systems früher nutzen können.

Die schnelle Implementierung hat verschiedene Gründe:

  • Vorkonfigurierte branchenspezifische Lösungen: Viele Cloud-ERP-Anbieter bieten Vorlagen, die speziell auf bestimmte Branchen zugeschnitten sind und dadurch die Anpassungszeit reduzieren.
  • Keine Hardware-Einrichtung: Wegfall der Notwendigkeit zur Installation und Konfiguration von lokalen Servern verkürzt die Implementierungszeit erheblich.
  • Standardisierte Prozesse: Cloud-basierte ERPs integrieren oft Best Practices, wodurch der Bedarf an umfassender Prozess-Neugestaltung verringert wird.
  • Remote-Implementierung: Ein Großteil der Einrichtung kann aus der Ferne erfolgen, was parallele Arbeitsströme ermöglicht.

Dieser beschleunigte Zeitplan bedeutet, dass Unternehmen schon nach wenigen Monaten – statt Jahren – von ihrem neuen ERP-System profitieren können. Es ist keine Seltenheit, dass Cloud-ERP-Einführungen in 3–6 Monaten abgeschlossen werden, während traditionelle ERP-Projekte häufig 12–24 Monate (oder länger) dauern.

Eine schnellere Implementierung verringert außerdem das Risiko von Projektmüdigkeit und Scope Creep, zwei häufige Probleme bei langwierigen ERP-Einführungen. So können Unternehmen während des gesamten Projekts Schwung und Begeisterung bewahren. Zudem ermöglicht der modulare Aufbau vieler Cloud-ERP-Lösungen ein schrittweises Vorgehen. Unternehmen können zunächst die Kernfunktionen implementieren und später zusätzliche Module ergänzen, wodurch der anfängliche Rollout beschleunigt und der Nutzen früher realisiert werden kann.

Nehmen Sie sich Zeit

Nehmen Sie sich Zeit

Auch wenn Cloud-ERP schnellere Implementierungen ermöglicht, sollten Sie den Planungsprozess nicht überstürzen. Eine gründliche Vorbereitung, einschließlich Datenbereinigung und Prozessabbildung, ist entscheidend für einen reibungslosen Ablauf. Investieren Sie ausreichend Zeit, um Ihre Anforderungen und Erfolgskriterien klar zu definieren.

3. Automatische Updates und kontinuierliche Innovation

Cloud-ERP-Software bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber traditionellen Systemen durch automatische, regelmäßige Updates und kontinuierliche Innovation. So arbeitet Ihr Unternehmen stets auf der neuesten, fortschrittlichsten Version der Software – ohne die Unterbrechungen und Kosten traditioneller Update-Zyklen.

Im Cloud-Modell übernimmt der ERP-Anbieter alle Updates, Verbesserungen und Fehlerbehebungen. Diese Aktualisierungen beinhalten üblicherweise:

  • Sicherheitsverbesserungen zum Schutz vor aktuellen Bedrohungen
  • Neue Funktionen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit
  • Leistungsoptimierungen für eine schnellere Verarbeitung
  • Updates zur Einhaltung neuer Vorschriften und Regularien

Darüber hinaus werden diese Updates meist nahtlos im Hintergrund ausgerollt, häufig außerhalb der Geschäftszeiten, sodass der laufende Betrieb kaum gestört wird. Das steht im deutlichen Gegensatz zu traditionellen ERP-Systemen, bei denen Updates zeit- und kostenintensiv sind und oft zu Ausfallzeiten führen.

Das Cloud-Modell ermöglicht zudem schnellere Innovationszyklen. Anbieter können neue Funktionen häufiger entwickeln und veröffentlichen und dabei rasch auf Nutzerfeedback und Marktanforderungen reagieren.

4. Verbesserte Datensicherheit und Compliance

Sicherheit steht bei nahezu jedem Unternehmen ganz oben auf der Agenda. Cloud-ERP-Systeme bringen einige der fortschrittlichsten Sicherheitsmaßnahmen mit. Folgendes leisten sie zum Schutz Ihrer Daten:

  • Datenverschlüsselung: Sämtliche im Cloud-ERP-System gespeicherte und übertragene Daten werden verschlüsselt, sodass der Zugriff für Unbefugte erheblich erschwert wird.
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates: Anbieter aktualisieren ihre Sicherheitsprotokolle kontinuierlich, um neuen Bedrohungen zu begegnen und so einen beständig hohen Schutz vor Cyberangriffen sicherzustellen.
  • Disaster Recovery und Backups: Cloud-ERP-Lösungen beinhalten integrierte Notfallwiederherstellungspläne sowie regelmäßige Datensicherungen. Im Falle eines Systemausfalls oder Cyberangriffs sind Ihre Daten damit geschützt und können rasch wiederhergestellt werden.
  • Erweiterte Zugriffskontrollen: Verwalten Sie, wer innerhalb des ERP-Systems was sehen und tun darf. Diese Zugriffsrechte sind fein granuliert und lassen sich an die Anforderungen Ihrer Organisation anpassen.
  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Eine zusätzliche Sicherheitsebene, bei der für einen Login oder eine andere Transaktion mehr als eine unabhängige Authentifizierungsmethode erforderlich ist, um die Identität des Benutzers zu überprüfen.
  • Einhaltung von Standards: Cloud-ERP-Anbieter erfüllen häufig internationale Sicherheitsstandards wie GDPR, HIPAA und ISO, sodass sie strengste Sicherheitsanforderungen gewährleisten.

Hinweis: Auch wenn Cloud-ERP die Sicherheit erhöht, beseitigt es nicht sämtliche Risiken. Sie sind weiterhin verantwortlich für die Verwaltung der Benutzerzugriffe und die korrekte Systemkonfiguration. Außerdem sollten Sie beachten, dass die Datenspeicherung in der Cloud gerade für Unternehmen, die in mehreren Ländern mit unterschiedlichen Datenschutzgesetzen tätig sind, Fragen hinsichtlich der Datensouveränität aufwerfen kann.

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5. Echtzeit-Analysen und Berichterstattung

Cloud-ERP-Systeme zeichnen sich dadurch aus, organisationsweite, aktuelle Einblicke zu liefern. Diese Echtzeitfähigkeit verändert Entscheidungsprozesse und die operative Effizienz grundlegend.

Mit Cloud-ERP fließen die Daten aller Abteilungen sofort in ein zentrales System. Das bedeutet:

  • Finanzberichte spiegeln die neuesten Transaktionen wider
  • Lagerbestände werden aktualisiert, sobald Produkte bewegt werden
  • Verkaufsprognosen passen sich mit jedem neuen Auftrag an

Die Möglichkeiten von Echtzeit-Analysen gehen über operative Verbesserungen hinaus. Sie ermöglichen vorausschauende Analysen, mit denen Sie Markttrends und Kundenverhalten antizipieren können. Potenzielle Probleme lassen sich frühzeitig erkennen und neue Chancen werden sichtbar, sobald sie entstehen.

Fallstudie: Coca-Cola European Partners (CCEP) implementierte SAPs cloudbasierte Analyse-Lösung ergänzend zum ERP-System. Dadurch konnten sie Daten von 3,2 Millionen Verkaufsautomaten in Echtzeit analysieren. CCEP nutzte diese Einblicke, um Lagerbestände zu optimieren, Verschwendung zu reduzieren und die Kundenzufriedenheit zu verbessern, indem beliebte Produkte stets verfügbar waren.

6. Verbesserte Zusammenarbeit und Remote-Zugänglichkeit

Cloud-ERP baut Barrieren ab und fördert die teamübergreifende Zusammenarbeit über Abteilungen und Standorte hinweg – ein wahrer Wendepunkt in unserer zunehmend dezentralisierten Arbeitswelt.

Stellen Sie sich Folgendes vor: Ein Vertriebsmitarbeiter erfasst einen Auftrag. Sofort sieht die Finanzabteilung ihn zur Rechnungsstellung, das Lager bereitet den Versand vor und die Produktion aktualisiert den Bestand. Eine einzige Wahrheit, keine Missverständnisse.

Darüber hinaus verfügen cloudbasierte ERP-Systeme häufig über integrierte Kollaborationswerkzeuge. Diese können beinhalten:

  • Geteilte Dashboards für Team-Transparenz
  • Integrierte Messaging-Systeme für schnelle Kommunikation
  • Dokumentenfreigabe und Versionskontrolle
  • Aufgabenverteilung und Nachverfolgung

Ein Traum für Unternehmen mit mehreren Standorten und Remote-Teams. Geschäftsführungen haben alle Filialen in Echtzeit im Blick. Außendienstteams greifen unterwegs auf Kundendaten zu. Und mit mobilen Apps läuft die Arbeit weiter, egal wo Sie gerade sind.

Ein ganz konkreter Vorteil von Cloud-ERP-Systemen ist die nahtlose Integration von Remote-Work-Funktionen. Als die Pandemie ausbrach, musste unser Team bei eLearning Industry Inc. über Nacht auf vollständige Remote-Arbeit umstellen. 

 

Mit unserem Cloud-ERP erlebten wir keinerlei Ausfallzeiten, sodass wir die Produktivität aufrechterhalten und unsere große Community von Autoren nahtlos weiter unterstützen konnten. Diese Fähigkeit erwies sich als unschätzbar wertvoll, da sie Kontinuität und Flexibilität in unseren Abläufen sicherstellte.

Christopher Pappas

7. Integration mit aufkommenden Technologien (KI, IoT)

Cloud-ERP-Software zeichnet sich durch die Integration mit modernsten Technologien aus, insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) und das Internet der Dinge (IoT). Diese Integrationsfähigkeit eröffnet neue Möglichkeiten in den Bereichen Automatisierung, Datenanalyse und operative Effizienz.

Die Integration von KI in Cloud-ERP kann verschiedene Geschäftsprozesse verbessern:

  • Vorausschauende Analysen für genauere Prognosen
  • Intelligente Automatisierung von Routinetätigkeiten
  • Fortschrittliche Mustererkennung zur Betrugserkennung
  • Verarbeitung natürlicher Sprache für besseren Kundenservice

Die IoT-Integration ermöglicht es Unternehmen, ihr ERP-System mit intelligenten Geräten und Sensoren zu verknüpfen und so eine vernetzte, datenreiche Umgebung zu schaffen. 

8. Anpassungsfähigkeit und Flexibilität

Cloud-ERP-Systeme bieten eine einzigartige Kombination aus Standardisierung und individueller Anpassung, sodass Unternehmen das System ohne den Aufwand klassischer ERP-Anpassungen auf ihre spezifischen Bedürfnisse zuschneiden können.

Zu den wichtigsten Aspekten der Anpassung von Cloud-ERP zählen:

  • Konfigurierbare Workflows: Unternehmen können Prozesse an ihre Abläufe anpassen, ohne den zugrundeliegenden Code zu ändern.
  • Personalisierte Dashboards: Benutzer können ihre Ansichten so anpassen, dass sie sich auf die für ihre Rolle relevantesten Informationen konzentrieren.
  • Modulare Struktur: Firmen können auswählen, welche Module implementiert werden sollen, und Funktionen nach Bedarf hinzufügen oder entfernen.
  • API-Integrationen: Einfache Anbindung an andere Unternehmenssysteme oder externe Anwendungen.

Im Gegensatz zu On-Premises-Lösungen, bei denen Anpassungen Upgrades erschweren können, bleiben Cloud-ERP-Anpassungen in der Regel bei Software-Updates erhalten. Das bedeutet, dass Unternehmen ihre individuellen Prozesse beibehalten können, ohne die Weiterentwicklung des Systems zu behindern.

Cloud-ERP bietet Ihnen enorme Flexibilität beim Arbeiten mit Ihrer Infrastruktur. Sie müssen kein zusätzliches Geld für DevOps und den Aufbau eines sicheren VPNs für Ihre Mitarbeiter ausgeben. Sie können die benötigten Komponenten beispielsweise auf der AWS-Infrastruktur bereitstellen und das System durch Zugriffsschutz wie VPN, MFA oder geografische Beschränkungen schützen.

Alex Padalka
Nicht übermäßig anpassen

Nicht übermäßig anpassen

So wertvoll Anpassungen auch sind, widerstehen Sie der Versuchung, zu viele Anpassungen vorzunehmen. Prüfen Sie jeden Anpassungswunsch sorgfältig. Oft ist es langfristig effizienter, Ihre Prozesse an die Standardfunktionen des ERP anzupassen. Heben Sie individuelle Anpassungen für wirklich einzigartige, wertschöpfende Prozesse auf.

9. Mobiles ERP

Cloud-ERP-Systeme überzeugen durch mobile Zugänglichkeit und verändern die Arbeitsweise von Unternehmen in einer zunehmend mobilen Welt nachhaltig.

Wesentliche Merkmale von mobilem ERP sind:

  • Echtzeit-Zugriff auf Daten: Abruf aktueller Informationen über Verkauf, Lagerbestand, Finanzen und mehr.
  • Genehmigungen von unterwegs: Manager können Anfragen, Bestellungen oder Ausgaben sofort prüfen und freigeben.
  • Unterstützung von Außendienst-Einsätzen: Techniker können Kundendaten abrufen, Aufträge aktualisieren und Arbeitszeiten direkt vor Ort erfassen.
  • Offline-Fähigkeit: Viele mobile ERP-Apps bieten einen Offline-Modus und synchronisieren Daten, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist.

Mobiles ERP steigert die Produktivität erheblich, da Arbeiten auch außerhalb des klassischen Büros möglich sind. Zudem verbessert diese Mobilität die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung. Mit sofortigem Zugriff auf Echtzeitdaten können Mitarbeitende auf allen Ebenen schneller und fundierter auf Marktveränderungen oder Kundenbedarfe reagieren.

10. Nahtlose Skalierbarkeit für wachsende Unternehmen

Bei herkömmlichen ERP-Systemen bedeutet Skalierung meist neue Hardware kaufen, weitere Softwarelizenzen erwerben und mit Ausfallzeiten leben. Cloud-ERP beseitigt diese Hindernisse.

Sie brauchen mehr Nutzer? Mehr Speicherplatz? Zusätzliche Funktionen? In der Regel genügt es, Ihr Abonnement anzupassen. Diese Flexibilität ermöglicht es Ihnen:

  • Neue Module oder Funktionen bei Bedarf hinzuzufügen
  • Die Cloud-Computing-Ressourcen bei Bedarf, zum Beispiel in Spitzenzeiten, zu erhöhen
  • In neue Märkte oder Regionen zu expandieren, ohne durch IT-Beschränkungen ausgebremst zu werden

Wann sollte auf Cloud-ERP umgestellt werden?

Hier sind wichtige Anzeichen, dass es Zeit für einen Wechsel sein könnte:

  • Ihr aktuelles System ist veraltet und kommt mit den Anforderungen Ihres Unternehmens nicht mehr mit
  • Sie stehen vor erheblichen Kosten für Hardware-Erneuerungen
  • Ihr Unternehmen wächst schnell oder expandiert an neue Standorte
  • Sie benötigen bessere Echtzeitdaten und Analysefunktionen
  • Homeoffice und Remote-Arbeit werden ein größerer Bestandteil Ihrer Abläufe
  • Sie wollen die IT-Belastung reduzieren und sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren
Timing ist alles

Timing ist alles

Planen Sie Ihren Umstieg während einer relativ stabilen Phase im Geschäftsjahr, um Unterbrechungen zu minimieren.

8 Potenzielle Nachteile von Cloud-ERP

Auch wenn Cloud-ERP zahlreiche Vorteile bietet, ist nicht alles eitel Sonnenschein. Manches davon hätten Sie erwartet – bei anderem werden Sie überrascht sein. Sehen Sie selbst, ob Sie damit leben können ...

1. Internetabhängigkeit und Konnektivitätsprobleme

Cloud-ERP-Systeme sind stark von einer stabilen Internetverbindung abhängig. Diese Abhängigkeit kann zu mehreren Problemen führen:

  • Systemausfälle, wenn der Internetdienst unterbrochen ist (und Sie keinen Offline-Zugang haben)
  • Langsamere Performance in Gebieten mit schlechter Internet-Infrastruktur
  • Potenzielle Sicherheitsrisiken beim Zugriff auf das System über öffentliches WLAN

Für Unternehmen in Regionen mit instabiler Internetversorgung kann dies ein großes Problem darstellen. Schon kurze Ausfälle können den Betrieb stören und die Produktivität beeinträchtigen.

So kann man vorbeugen

So kann man vorbeugen

Implementieren Sie eine Backup-Internetverbindung von einem anderen Anbieter, um Ausfallrisiken zu verringern. Arbeiten Sie außerdem mit Ihrem Cloud-ERP-Anbieter zusammen, um dessen Offline-Funktionen und Synchronisationsprozesse kennen zu lernen.

2. Begrenzte Kontrolle über die Systeminfrastruktur

Mit Cloud-ERP geben Sie Ihre Daten und Geschäftsprozesse in die Hände eines Drittanbieters. Das bedeutet:

  • Weniger Kontrolle über System-Updates und Wartungspläne
  • Mögliche Einschränkungen bei den Anpassungsoptionen
  • Abhängigkeit von den Sicherheitsmaßnahmen des Anbieters

Insbesondere für Unternehmen aus stark regulierten Branchen kann dieser Kontrollverlust problematisch sein.

So kann man vorbeugen

So kann man vorbeugen

Etablieren Sie einen Kommunikationskanal mit Ihrem ERP-Anbieter, um frühzeitig über Updates informiert zu werden. Wo möglich, beteiligen Sie sich an Beta-Tests neuer Versionen, um sich auf Umstellungen vorzubereiten.

3. Datenschutz- und Datenhoheitsbedenken

Das Speichern sensibler Geschäftsdaten in der Cloud wirft Fragen zum Datenschutz und zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften auf:

  • Daten können in verschiedenen Ländern gespeichert werden und unterliegen somit unterschiedlichen Gesetzen
  • Bedenken bezüglich unbefugten Zugriffs durch Mitarbeitende des Cloud-Anbieters
  • Potenzielle Herausforderungen bei der Einhaltung branchenspezifischer Vorschriften

Dies ist besonders wichtig für Unternehmen, die mit sensiblen Kundendaten arbeiten oder in mehreren Rechtsgebieten operieren.

So kann man vorbeugen

So kann man vorbeugen

Stellen Sie sicher, dass Ihr Cloud-ERP-Anbieter eine nachweislich starke Datensicherheit bietet, Verschlüsselung im Ruhezustand und während der Übertragung ermöglicht und internationalen Sicherheitsstandards entspricht.

Es ist außerdem ratsam, eigene regelmäßige Sicherheitsaudits durchzuführen und genau zu klären, wer für welche Aspekte der Datensicherheit verantwortlich ist.

4. Potenzial für Anbieterbindung (Vendor Lock-In)

Die Migration zu einem neuen ERP-System ist komplex und kostspielig. Dies kann zu einer Anbieterbindung führen, bei der:

  • Der Wechsel zu einem anderen Anbieter unerschwinglich teuer wird
  • Sie von den Preis- und Richtlinienänderungen des Anbieters abhängig sind
  • Ihre Daten eventuell in proprietären Formaten vorliegen, was Migrationen erschwert
Wie man das Risiko mindert

Wie man das Risiko mindert

Überprüfen Sie sorgfältig die Möglichkeiten zur Datenportabilität und die Ausstiegsklauseln eines Anbieters, bevor Sie sich für eine Cloud-ERP-Software entscheiden.

5. Laufende Abonnementkosten

Cloud-ERP kann die anfänglichen Kosten senken, allerdings können sich die laufenden Abonnementgebühren im Laufe der Zeit summieren:

  • Monatliche oder jährliche Gebühren können zu einem erheblichen Betriebskostenfaktor werden
  • Die Kosten steigen möglicherweise mit der Anzahl der Nutzer oder Module
  • Sie zahlen für den Service auch dann, wenn die Nutzung gering ist

Langfristig können sich die Gesamtkosten für Cloud-ERP für manche Unternehmen als höher erweisen als die einer On-Premises-Lösung.

Wie man das Risiko mindert

Wie man das Risiko mindert

Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Abonnementplan und Ihre Nutzung. Optimieren Sie Ihre Nutzerlizenzen und zahlen Sie nur für die Funktionen, die Sie tatsächlich benötigen. Wenn Sie einer eher stabilen Branche wie dem öffentlichen Sektor angehören, sollten Sie alternativ eine On-Premises-Lösung in Betracht ziehen.

6. Eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten

Trotz Verbesserungen bieten Cloud-ERP-Systeme oft weniger umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten als On-Premises-Lösungen:

  • Einige branchenspezifische Prozesse werden möglicherweise nicht unterstützt
  • Tiefgreifende Anpassungen können schwierig oder unmöglich sein
  • Anpassungen könnten bei Systemaktualisierungen verloren gehen

Dies kann für Unternehmen mit einzigartigen oder komplexen Prozessen, die nicht in Standard-ERP-Modulen abgebildet werden, ein Problem darstellen.

Wie man das Risiko mindert

Wie man das Risiko mindert

Wenn Sie ein Cloud-ERP-System in Betracht ziehen, prüfen Sie genau, inwieweit es sich an Ihre Anforderungen anpassen lässt. Planen Sie eventuelle Einschränkungen ein und besprechen Sie diese mit Ihrem Anbieter.

Manchmal ist die Lösung so einfach wie die Wahl einer Plattform mit einer leistungsstarken API zur Integration mit anderen Tools.

7. Leistungs- und Latenzprobleme

Abhängig von Ihrem Standort und Ihrer Internetverbindung können folgende Probleme auftreten:

  • Längere System-Reaktionszeiten im Vergleich zu On-Premises-Lösungen
  • Schwierigkeiten bei datenintensiven Arbeiten oder umfangreichen Auswertungen
  • Herausforderungen bei der Integration mit lokaler Hardware oder Altsystemen
Wie man das Risiko mindert

Wie man das Risiko mindert

Wählen Sie Cloud-ERP-Anbieter, die Service Level Agreements (SLAs) mit garantierten Leistungskennzahlen anbieten. Überwachen Sie die Performance regelmäßig und melden Sie Probleme umgehend.

8. Komplexität bei der Datenmigration

Der Umzug auf ein Cloud-ERP-System erfordert oft eine komplexe Datenmigration:

  • Die Übertragung von Daten aus Altsystemen ist häufig zeitaufwändig und fehleranfällig
  • Einige Datenformate sind eventuell nicht mit dem neuen System kompatibel
  • Historische Daten müssen möglicherweise archiviert oder umstrukturiert werden

Dieser Prozess kann kostenintensiv sein und vorübergehende Unterbrechungen im Geschäftsbetrieb verursachen.

Eine Herausforderung, der wir gegenüberstanden, war die Datenmigration. Die Übertragung großer Datenmengen in die Cloud war zeitaufwändig und erforderte eine sorgfältige Planung, um jeglichen Verlust oder eine Beschädigung zu vermeiden. Wir mussten stark in die Schulung unseres IT-Personals investieren, damit sie die Feinheiten des neuen Systems bewältigen konnten.

 

Trotz dieses anfänglichen Hindernisses lohnten sich die langfristigen Vorteile in Sachen verbesserter Zugänglichkeit und Skalierbarkeit den Aufwand.

Christopher Pappas
Wie man Risiken minimiert

Wie man Risiken minimiert

Arbeiten Sie mit erfahrenen Spezialisten für Datenmigration zusammen und verlangen Sie von Ihrem ERP-Anbieter einen detaillierten Migrationsplan. Führen Sie umfassende Testphasen durch, um die Datenintegrität und Systemfunktionalität vor dem Go-live zu validieren.

Cloud-ERP vs. traditionelles ERP

Um Ihnen eine informierte Entscheidung zu ermöglichen, vergleichen wir Cloud-ERP mit traditioneller On-Premises-ERP-Software anhand wichtiger Faktoren:

Entscheidungsfaktoren für Cloud-ERP-Software im Vergleich zu traditioneller ERP-Software.

Wichtige Überlegungen: Was passt zu Ihnen?

  • Unternehmensgröße: Cloud-ERP eignet sich oft besser für kleine und mittelständische Unternehmen, während größere Unternehmen mit komplexen Prozessen die Anpassungsmöglichkeiten von traditionellem ERP bevorzugen könnten.
  • IT-Ressourcen: Unternehmen mit begrenztem IT-Personal profitieren besonders von den Managed Services von Cloud-ERP.
  • Branchenspezifische Anforderungen: Organisationen in stark regulierten Branchen wie Gesundheitswesen oder öffentlichen Einrichtungen bevorzugen möglicherweise traditionelles ERP, da sie so mehr Kontrolle über Daten und Abläufe behalten.
  • Wachstumspläne: Schnell wachsende Unternehmen profitieren von der Skalierbarkeit eines Cloud-ERP-Systems.
  • Globale Aktivitäten: Die Zugänglichkeit von Cloud-ERP ist besonders vorteilhaft für Unternehmen mit mehreren Niederlassungen oder Remote-Mitarbeitenden.
Das ist sehr individuell

Das ist sehr individuell

Die beste Lösung hängt von den spezifischen Anforderungen, Ressourcen und der langfristigen Strategie Ihres Unternehmens ab. Viele Unternehmen entscheiden sich auch für hybride Ansätze, die Elemente von Cloud- und On-Premises-Systemen kombinieren.

Fazit: Die Zukunft liegt in der Cloud

Die Auswahl eines ERP-Systems ist keine leichte Aufgabe, aber Cloud-ERP verändert die Spielregeln. Es bietet Effizienz und Skalierbarkeit, gepaart mit innovativen Technologien. Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein – Internetausfälle und Sorgen um den Datenschutz sind echte Stolpersteine, die man nicht übersehen sollte.

Welche ERP-Lösung zu Ihrem Unternehmen passt, hängt ganz von Ihren individuellen Bedürfnissen ab – daher gründlich recherchieren und auch die schwierigen Fragen stellen. Bleiben Sie neugierig in Bezug auf neue Technologien wie KI im ERP – das könnte Ihr Wettbewerbsvorteil in diesem schnelllebigen Umfeld sein.

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