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Denken Sie darüber nach, Ihrem ERP-System (Enterprise Resource Planning) ein Facelifting zu verpassen? Sie sind nicht allein. Satte 76 % der Unternehmen haben bereits auf Cloud-ERP umgestellt. Aber ist es auch das Richtige für Sie?

Im Gegensatz zu herkömmlichen ERP-Systemen, die oft hohe Anfangsinvestitionen und komplexe Hardware-Konfigurationen erfordern, basiert Cloud-ERP auf einer schlanken, flexiblen Plattform.

In diesem Artikel erkläre ich, was Cloud-ERP ist, warum es derzeit so gefragt ist und welche möglichen Stolperfallen es gibt. Außerdem erhalten Sie einen direkten Vergleich zwischen Cloud-ERP und traditionellem ERP, damit Sie herausfinden können, was besser zu Ihnen passt.

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Was ist Cloud-ERP?

Cloud-ERP ist eine Software, die auf externen Servern betrieben wird. Sie greifen über das Internet darauf zu, nicht über Ihre eigenen Computer.

Wesentliche Merkmale:

  • Keine lokale Hardware erforderlich
  • Abonnementbasierte Preisgestaltung
  • Automatische Updates und Wartung

Wie jedes ERP-System übernimmt auch ein cloudbasiertes ERP die Verwaltung dieser zentralen Geschäftsprozesse:

  • Finanzen und Buchhaltung
  • Personalwesen
  • Lieferkettenmanagement
  • Kundenbeziehungsmanagement

… und vieles mehr – im Grunde kontrolliert es nahezu jeden Bereich Ihres Unternehmens, vernetzt die Abteilungen und bietet Ihnen einen Gesamtüberblick über Ihre gesamte Organisation.

Der „Cloud“-Teil steht für Flexibilität. Sie können das System von überall und mit jedem Gerät nutzen. Es wächst mit Ihrem Unternehmen, ohne dass große Hardware-Upgrades nötig sind – ähnlich wie SaaS-ERP.

Warum ist das wichtig? Weil Sie dadurch schneller auf Veränderungen im Geschäft reagieren, auf aktuelle Daten basierende, bessere Entscheidungen treffen und den Aufwand für die Verwaltung komplexer IT-Infrastrukturen reduzieren können. Es ist, als hätten Sie einen besonders klugen Assistenten, der ständig arbeitet, immer dazu lernt und Ihnen stets mit konkreten Empfehlungen zur Seite steht.

10 Top-Vorteile von Cloud-ERP

Steigen wir direkt ein in die Vorteile von Cloud-basierten ERP-Lösungen.

1. Kosteneffizienz und geringerer IT-Aufwand

Cloud-ERP-Systeme können die Kosten für Unternehmen erheblich senken. Hier eine Übersicht der Einsparungen:

  • Geringere Anfangsinvestition: Im Gegensatz zu klassischen ERP-Systemen, die hohe Investitionen in Hardware und Software erfordern, funktionieren Cloud-ERP-Lösungen auf Abonnementbasis. Das macht sie besonders für kleine und mittlere Unternehmen finanziell zugänglicher.
  • Weniger IT-Personal erforderlich: Der Anbieter kümmert sich um Wartung, Sicherheit und Updates. Sie benötigen daher weniger internes IT-Personal, senken die laufenden Personalkosten und können sich auf strategische Aufgaben konzentrieren, statt auf Routinethemen der IT.
  • Energie- und Raumersparnis: Keine eigenen Server bedeuten geringere Energiekosten und weniger Platzbedarf, was die Betriebskosten weiter reduziert.

Beispiel: APC, ein Unternehmen aus dem Gastgewerbe, senkte seine Betriebskosten um 30 % mit Oracle Fusion Cloud ERP. Sie wechselten von einem gemieteten Rechenzentrumsmodell zu den Oracle Cloud Services.

photo of Simon Litt

Beachten Sie mehr als nur den Ticketpreis

Auch wenn Cloud-ERP viele Kosten einspart, sollten Sie versteckte Aufwände berücksichtigen — beispielsweise können Kosten für die Datenmigration und Schulungen Ihres Personals den anfänglichen Investitionsbedarf erhöhen. Nehmen Sie diese Faktoren in Ihr Budget auf, wenn Sie einen Wechsel in Erwägung ziehen.

2. Schnellere Einführung und schneller Nutzen

Cloud-ERP-Systeme lassen sich deutlich schneller implementieren als klassische lokale Lösungen. Diese zügige Einführung führt dazu, dass Sie den Nutzen Ihres neuen Systems wesentlich schneller realisieren können.

Die Geschwindigkeit bei der Einführung basiert auf mehreren Faktoren:

  • Vorkonfigurierte branchenspezifische Lösungen: Viele Cloud-ERP-Anbieter bieten Vorlagen, die auf bestimmte Branchen zugeschnitten sind, wodurch die Anpassungszeit reduziert wird.
  • Keine Hardware-Einrichtung: Der Wegfall der Notwendigkeit, Server vor Ort zu installieren und zu konfigurieren, verkürzt die Implementierungszeit erheblich.
  • Standardisierte Prozesse: Cloud-basierte ERPs integrieren oft Best Practices, wodurch der Bedarf an aufwändiger Prozessneugestaltung verringert wird.
  • Remote-Implementierung: Ein Großteil der Einrichtung kann aus der Ferne erledigt werden, was parallele Arbeitsströme ermöglicht.

Dieser beschleunigte Zeitplan bedeutet, dass Unternehmen bereits nach wenigen Monaten von ihrem neuen ERP-System profitieren können, statt wie früher erst nach Jahren. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Cloud-ERP-Implementierungen in 3–6 Monaten abgeschlossen werden, während klassische ERP-Projekte oft 12–24 Monate (oder mehr) dauern.

Die schnellere Implementierung verringert außerdem das Risiko von Projektmüdigkeit und „Scope Creep“, zwei häufige Probleme bei langwierigen ERP-Einführungen. Sie ermöglicht es Unternehmen, während des gesamten Projekts Schwung und Motivation zu bewahren. Darüber hinaus erlaubt die modulare Struktur vieler Cloud-ERP-Lösungen ein schrittweises Vorgehen. Unternehmen können zunächst Kernfunktionen einführen und weitere Module später ergänzen, was den initialen Rollout weiter beschleunigt und einen schnelleren Nutzen ermöglicht.

photo of Simon Litt

Lassen Sie sich Zeit

Obwohl Cloud-ERP eine schnellere Einführung ermöglicht, sollten Sie die Planungsphase nicht überstürzen. Eine gründliche Vorbereitung, einschließlich Datenbereinigung und Prozessanalyse, ist entscheidend für eine reibungslose Umsetzung. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Anforderungen und Erfolgskriterien im Vorfeld klar zu definieren.

3. Automatische Updates und kontinuierliche Innovation

Cloud-ERP-Software bietet im Vergleich zu traditionellen Systemen einen entscheidenden Vorteil durch automatische, regelmäßige Updates und kontinuierliche Innovation. So arbeitet Ihr Unternehmen immer mit der neuesten und fortschrittlichsten Version der Software – ohne Störungen und Kosten traditioneller Upgrade-Zyklen.

Im Cloud-Modell übernimmt der ERP-Anbieter sämtliche Updates, Verbesserungen und Patches. Diese Aktualisierungen umfassen typischerweise:

  • Sicherheitsverbesserungen zum Schutz vor aktuellen Bedrohungen
  • Neue Funktionen und Features zur Verbesserung der Nutzererfahrung
  • Performance-Optimierungen für schnellere Verarbeitung
  • Compliance-Updates zur Einhaltung neuer Vorschriften

Diese Updates werden zudem in der Regel nahtlos im Hintergrund ausgerollt, oft während der Nebenzeiten, sodass die täglichen Geschäftsabläufe kaum beeinträchtigt werden. Im Gegensatz dazu sind Updates bei traditionellen ERP-Systemen meist zeitaufwändig, teuer und führen oft zu Ausfallzeiten der Systeme.

Das Cloud-Modell ermöglicht außerdem schnellere Innovationszyklen. Anbieter können neue Funktionen häufiger entwickeln und veröffentlichen, schnell auf Nutzerfeedback und Marktanforderungen reagieren.

4. Verbesserte Datensicherheit und Compliance

Sicherheit steht für nahezu jedes Unternehmen ganz oben auf der Prioritätenliste – und Cloud-ERP-Systeme bieten einige der robustesten Sicherheitsmaßnahmen. So schützen sie Ihre Daten:

  • Datenverschlüsselung: Alle innerhalb eines Cloud-ERP-Systems gespeicherten und übertragenen Daten werden verschlüsselt, sodass ein unbefugter Zugriff erschwert wird.
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates: Anbieter aktualisieren ihre Sicherheitsprotokolle kontinuierlich, um neuen Bedrohungen zu begegnen, und stellen so sicher, dass das System gegen aktuelle Cybergefahren geschützt bleibt.
  • Disaster Recovery und Datensicherung: Cloud-ERP-Lösungen beinhalten integrierte Notfallwiederherstellungspläne und regelmäßige Datensicherungen. Das bedeutet: Im Falle eines Systemausfalls oder Cyberangriffs sind Ihre Daten geschützt und können schnell wiederhergestellt werden.
  • Erweiterte Zugriffskontrollen: Verwalten Sie, wer im ERP-System was einsehen und durchführen darf. Diese Kontrollen sind sehr fein abgestimmt und lassen sich genau an die Bedürfnisse Ihres Unternehmens anpassen.
  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Eine zusätzliche Sicherheitsebene, bei der für die Anmeldung oder eine andere Transaktion mehr als eine Authentifizierungsmethode aus unabhängigen Zugangskategorien verlangt wird, um die Identität des Nutzers zu bestätigen.
  • Einhaltung von Standards: Cloud-ERP-Anbieter erfüllen häufig internationale Sicherheitsstandards wie GDPR, HIPAA und ISO. Das hilft, sicherzustellen, dass sie strenge Sicherheitsanforderungen einhalten.

Hinweis: Auch wenn Cloud-ERP die Sicherheit verbessert, beseitigt es nicht alle Risiken. Sie sind weiterhin für die Verwaltung der Benutzerzugriffe und die richtige Konfiguration verantwortlich. Außerdem sollten Sie beachten, dass das Speichern von Daten in der Cloud – besonders für Unternehmen, die in mehreren Ländern mit unterschiedlichen Datenschutzgesetzen tätig sind – Bedenken hinsichtlich der Datensouveränität hervorrufen kann.

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5. Echtzeit-Analysen und Berichte

Cloud-ERP-Systeme sind hervorragend darin, minutengenaue Einblicke in Ihr gesamtes Unternehmen zu liefern. Diese Echtzeitfähigkeit verändert Entscheidungsprozesse und die operative Effizienz grundlegend.

Mit Cloud-ERP fließen Daten aus allen Abteilungen sofort in ein zentrales System. Das bedeutet:

  • Finanzberichte spiegeln die neuesten Transaktionen wider
  • Bestandszahlen aktualisieren sich mit jeder Warenbewegung
  • Umsatzprognosen passen sich mit jedem neuen Auftrag an

Die Kraft von Echtzeit-Analysen geht über operative Verbesserungen hinaus. Sie ermöglichen prädiktive Analysen, mit denen Sie Markttrends und das Verhalten der Kunden frühzeitig erkennen können. So können potenzielle Probleme schon vor ihrem Auftreten erkannt und neue Chancen sofort wahrgenommen werden.

Praxisbeispiel: Coca-Cola European Partners (CCEP) implementierte SAPs cloudbasierte Analyselösung zusammen mit ihrem ERP-System. Dadurch konnten sie Daten von 3,2 Millionen Verkaufsautomaten in Echtzeit analysieren. CCEP nutzte diese Einblicke, um Bestände zu optimieren, Abfall zu reduzieren und die Kundenzufriedenheit zu steigern, indem beliebte Produkte immer verfügbar waren.

6. Verbesserte Zusammenarbeit und Remote-Zugriff

Cloud-ERP beseitigt Silos und stärkt die Teamarbeit über Abteilungen und Standorte hinweg. In unserer zunehmend dezentralen Arbeitswelt ist das ein echter Wendepunkt.

Stellen Sie sich vor: Ein Vertriebsmitarbeiter gibt eine Bestellung ein. Sofort sieht die Finanzabteilung sie zur Rechnungsstellung, das Lager bereitet den Versand vor und die Produktion aktualisiert die Bestände. Eine Wahrheit, null Missverständnisse.

Außerdem verfügen cloudbasierte ERP-Systeme oft über integrierte Tools zur Zusammenarbeit. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Geteilte Dashboards für transparente Team-Übersichten
  • Integrierte Messaging-Systeme für schnelle Kommunikation
  • Dokumentenaustausch und Versionskontrolle
  • Funktionen zur Aufgabenverteilung und -verfolgung

Ein Traum für Unternehmen mit mehreren Standorten und Remote-Teams. Führungskräfte behalten alle Niederlassungen in Echtzeit im Blick. Außendienstteams greifen mobil auf Kundendaten zu. Und dank mobiler Apps bleibt die Arbeit im Fluss – auch unterwegs.

Ein besonders großer Vorteil von Cloud-ERP-Systemen ist die nahtlose Integration von Remote-Arbeitsmöglichkeiten. Als die Pandemie begann, musste unser Team bei eLearning Industry Inc. quasi über Nacht vollständig auf Remote-Arbeit umstellen.

 

Dank unseres Cloud-ERP hatten wir keinerlei Ausfallzeiten. So konnten wir unsere Produktivität aufrechterhalten und weiterhin unsere große Community von Autoren ohne Unterbrechung unterstützen. Diese Fähigkeit erwies sich als unschätzbar wertvoll, weil sie Kontinuität und Flexibilität in unseren Abläufen sicherte.

Christopher Pappas

7. Integration mit neuen Technologien (KI, IoT)

Cloud-ERP-Software zeichnen sich besonders durch die Integration modernster Technologien aus – vor allem Künstliche Intelligenz (KI) und Internet der Dinge (IoT). Diese Integrationsfähigkeit eröffnet neue Möglichkeiten für Automatisierung, Datenanalyse und operative Effizienz.

KI-Integration im Cloud-ERP kann verschiedenste Geschäftsprozesse verbessern:

  • Prädiktive Analysen für präzisere Prognosen
  • Intelligente Automatisierung von Routineaufgaben
  • Fortschrittliche Mustererkennung zur Betrugserkennung
  • Sprachverarbeitung für verbesserten Kundenservice

Mit IoT-Integration können Unternehmen ihr ERP-System mit intelligenten Geräten und Sensoren verbinden und so eine stärker vernetzte, datenreiche Umgebung schaffen. 

8. Anpassung und Flexibilität

Cloud-ERP-Systeme bieten eine einzigartige Kombination aus Standardisierung und individueller Anpassung, sodass Unternehmen das System exakt an ihre Bedürfnisse anpassen können – ohne die Komplexität klassischer ERP-Anpassungen.

Wesentliche Aspekte der Cloud-ERP-Anpassung sind:

  • Konfigurierbare Workflows: Unternehmen können Prozesse an ihre Abläufe anpassen, ohne den zugrunde liegenden Code ändern zu müssen.
  • Personalisierte Dashboards: Benutzer können ihre Ansichten anpassen, um sich auf die relevantesten Informationen für ihre Aufgaben zu konzentrieren.
  • Modulare Struktur: Unternehmen können auswählen, welche Module sie implementieren möchten, und Funktionen nach Bedarf hinzufügen oder entfernen.
  • API-Integrationen: Einfache Verbindung mit anderen Geschäftssystemen oder Drittanbieter-Anwendungen.

Anders als bei On-Premises-Lösungen, bei denen Anpassungen spätere Upgrades erschweren können, bleiben Anpassungen bei Cloud-ERP-Lösungen in der Regel auch nach Software-Updates erhalten. Das bedeutet, dass Unternehmen ihre individuellen Prozesse beibehalten können, ohne Systemverbesserungen zu behindern.

Cloud ERP gibt Ihnen enorme Flexibilität beim Arbeiten mit Ihrer Infrastruktur. Sie müssen kein zusätzliches Geld für DevOps ausgeben oder selbst ein sicheres VPN für Ihre Mitarbeiter aufbauen. Sie können die erforderlichen Komponenten beispielsweise auf der AWS-Infrastruktur bereitstellen und das System mit Zugangsschutz durch VPN, MFA oder Geo-Beschränkungen absichern.

Alex Padalka
photo of Simon Litt

Nicht überanpassen

Auch wenn individuelle Anpassungen wertvoll sind, widerstehen Sie dem Drang zur Überanpassung. Bewerten Sie jeden Anpassungswunsch sorgfältig. Oft ist es langfristig effizienter, Ihre Prozesse an die Standardfunktionalität des ERP-Systems anzupassen. Heben Sie individuelle Anpassungen für wirklich einzigartige, wertschöpfende Prozesse auf.

9. Mobiles ERP

Cloud-ERP-Systeme überzeugen durch mobile Zugänglichkeit und verändern grundlegend, wie Unternehmen in einer zunehmend mobil geprägten Welt agieren.

Wichtige Merkmale von Mobile ERP sind:

  • Echtzeit-Datenzugriff: Zugriff auf aktuelle Informationen zu Verkaufszahlen, Lagerbeständen, Finanzen und mehr.
  • Genehmigungen unterwegs: Führungskräfte können Anfragen, Bestellungen oder Ausgaben direkt prüfen und freigeben.
  • Unterstützung im Außendienst: Techniker haben Zugriff auf Kundeninformationen, können Arbeitsaufträge aktualisieren und Arbeitszeiten direkt vor Ort erfassen.
  • Offline-Funktionalität: Viele Mobile-ERP-Apps bieten einen Offline-Modus, der Daten synchronisiert, sobald die Verbindung wiederhergestellt ist.

Mobiles ERP steigert die Produktivität erheblich, da Arbeiten außerhalb des klassischen Büros möglich werden. Diese Mobilität erhöht zudem die Geschwindigkeit von Entscheidungsprozessen: Mit sofortigem Zugriff auf Echtzeitdaten können Mitarbeiter auf allen Ebenen schnell fundierte Entscheidungen treffen und effektiver auf Marktveränderungen oder Kundenanforderungen reagieren.

10. Nahtlose Skalierbarkeit für wachsende Unternehmen

Bei traditionellen ERP-Systemen bedeutet Skalierung oft den Kauf neuer Hardware, den Erwerb zusätzlicher Softwarelizenzen und Ausfallzeiten während der Umstellung. Cloud-ERP beseitigt diese Hürden.

Brauchen Sie mehr Benutzer? Mehr Speicher? Weitere Funktionen? Meistens ist das nur eine Frage der Anpassung Ihres Abonnements. Diese Flexibilität ermöglicht Ihnen:

  • Neue Module oder Funktionen nach Bedarf hinzufügen
  • Rechenleistung in der Cloud bei Bedarf – zum Beispiel in Spitzenzeiten – erhöhen
  • In neue Märkte oder Regionen expandieren, ohne durch IT-Engpässe gebremst zu werden

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel zu Cloud-ERP?

Hier sind einige Schlüsselfaktoren, die darauf hindeuten, dass der Zeitpunkt für den Umstieg gekommen sein könnte:

  • Ihr aktuelles System ist veraltet und genügt den geschäftlichen Anforderungen nicht mehr
  • Sie stehen vor erheblichen Hardware-Upgrade-Kosten
  • Ihr Unternehmen wächst schnell oder expandiert an neue Standorte
  • Sie benötigen bessere Echtzeitdaten und erweiterte Analysefähigkeiten
  • Remote-Arbeit wird zu einem immer größeren Bestandteil Ihrer Abläufe
  • Sie möchten den IT-Aufwand reduzieren und sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren
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Timing ist alles

Planen Sie Ihren Umstieg in einer relativ stabilen Phase Ihres Geschäftszyklus, um Unterbrechungen zu minimieren.

8 mögliche Nachteile von Cloud-ERP

Auch wenn Cloud-ERP zahlreiche Vorteile bietet, ist nicht alles eitel Sonnenschein. Manche dieser Punkte liegen auf der Hand – andere könnten Sie überraschen. Werfen Sie einen Blick darauf und überlegen Sie, ob Sie damit leben können …

1. Abhängigkeit vom Internet und Verbindungsprobleme

Cloud-ERP-Systeme sind stark auf eine stabile Internetverbindung angewiesen. Diese Abhängigkeit kann zu mehreren Problemen führen:

  • Systemausfälle, falls der Internetdienst gestört ist (und kein Offline-Zugriff besteht)
  • Langsamere Performance in Regionen mit schlechter Internet-Infrastruktur
  • Potenzielle Sicherheitsrisiken beim Zugriff über öffentliches WLAN

Für Unternehmen in Regionen mit unzuverlässigem Internet kann dies ein erhebliches Problem darstellen. Selbst kurze Ausfälle können den Geschäftsbetrieb stören und die Produktivität beeinträchtigen.

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So beugen Sie vor

Setzen Sie eine Backup-Internetverbindung eines anderen Providers ein, um das Risiko von Ausfallzeiten zu minimieren. Arbeiten Sie außerdem mit Ihrem Cloud-ERP-Anbieter zusammen, um dessen Offline-Fähigkeiten und Synchronisationsprozesse zu verstehen.

2. Eingeschränkte Kontrolle über die Systeminfrastruktur

Mit Cloud-ERP vertrauen Sie Ihre Daten und Abläufe einem Drittanbieter an. Das bedeutet:

  • Weniger Kontrolle über System-Updates und Wartungspläne
  • Potenzielle Einschränkungen bei den Anpassungsmöglichkeiten
  • Abhängigkeit von den Sicherheitsmaßnahmen des Anbieters

Einige Unternehmen, insbesondere in stark regulierten Branchen, empfinden diesen Kontrollverlust als problematisch.

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So beugen Sie vor

Richten Sie einen Kommunikationskanal zu Ihrem ERP-Anbieter ein, um frühzeitig über Updates informiert zu werden. Wenn möglich, beteiligen Sie sich an Beta-Tests neuer Versionen, um sich auf Veränderungen vorzubereiten.

3. Datenschutz- und Datenhoheitsbedenken

Die Speicherung sensibler Geschäftsdaten in der Cloud wirft Fragen in Bezug auf den Datenschutz und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften auf:

  • Daten können in verschiedenen Ländern gespeichert werden und unterschiedlichen Gesetzen unterliegen
  • Bedenken hinsichtlich unbefugten Zugriffs durch Mitarbeiter des Cloud-Anbieters
  • Potenzielle Herausforderungen bei der Erfüllung branchenspezifischer Vorgaben

Dies ist besonders für Unternehmen wichtig, die mit sensiblen Kundendaten arbeiten oder in mehreren Rechtsräumen tätig sind.

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So beugen Sie vor

Stellen Sie sicher, dass Ihr Cloud-ERP-Anbieter eine starke Erfolgsbilanz bei Datensicherheit vorweisen kann, Verschlüsselung sowohl bei Speicherung als auch Übertragung anbietet und internationale Sicherheitsstandards einhält.

Es empfiehlt sich zudem, regelmäßige eigene Sicherheitsüberprüfungen durchzuführen und klar abzugrenzen, wer für welche Aspekte der Datensicherheit verantwortlich ist.

4. Potenzial für Anbieterbindung (Vendor Lock-In)

Die Migration zu einem neuen ERP-System ist komplex und kostspielig. Dies kann zu einer Anbieterbindung führen, bei der:

  • Der Wechsel zu einem anderen Anbieter wird unverhältnismäßig teuer
  • Sie von den Preis- und Richtlinienänderungen des Anbieters abhängig sind
  • Ihre Daten möglicherweise in proprietären Formaten vorliegen, was die Migration erschwert
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Wie das Risiko minimieren

Bewerten Sie sorgfältig die Datenportabilität und Ausstiegspolitik eines Anbieters, bevor Sie sich für eine Cloud-ERP-Software entscheiden.

5. Laufende Abonnementkosten

Auch wenn Cloud-ERP die anfänglichen Investitionskosten senken kann, können sich die langfristigen Ausgaben durch Abonnementgebühren summieren:

  • Monatliche oder jährliche Gebühren können zu einem erheblichen betrieblichen Aufwand werden
  • Die Kosten können steigen, wenn Sie weitere Nutzer oder Module hinzufügen
  • Sie zahlen für den Dienst, auch wenn die Nutzung gering ist

Mit der Zeit könnten sich die Eigentumskosten für Cloud-ERP für einige Unternehmen als höher erweisen als bei einer On-Premises-Lösung.

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Wie das Risiko minimieren

Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Abonnement und Ihre Nutzung. Optimieren Sie Ihre Nutzerlizenzen und zahlen Sie nur für die Funktionen, die Sie benötigen. Wenn Sie in einer stabileren Branche wie dem öffentlichen Sektor tätig sind, ziehen Sie stattdessen eine On-Premises-Lösung in Betracht.

6. Begrenzte Anpassungsmöglichkeiten

Trotz Verbesserungen bieten Cloud-ERP-Systeme oft weniger umfangreiche Anpassungen als On-Premises-Lösungen:

  • Einige branchenspezifische Prozesse werden möglicherweise nicht unterstützt
  • Tiefgreifende Anpassungen können schwierig oder unmöglich sein
  • Anpassungen gehen eventuell bei System-Updates verloren

Dies kann für Unternehmen mit einzigartigen oder komplexen Prozessen, die nicht zu Standard-ERP-Modulen passen, problematisch sein.

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Wie das Risiko minimieren

Prüfen Sie bei der Auswahl eines Cloud-ERP-Systems gründlich, inwieweit es sich an Ihre Anforderungen anpassen lässt. Planen Sie für mögliche Einschränkungen und besprechen Sie diese mit Ihrem Anbieter.

Manchmal genügt es, eine Plattform mit einer leistungsfähigen API für die Integration anderer Werkzeuge zu wählen.

7. Leistungs- und Latenzprobleme

Je nach Standort und Internetverbindung können folgende Probleme auftreten:

  • Längere Systemreaktionszeiten im Vergleich zu On-Premises-Lösungen
  • Schwierigkeiten bei datenintensiven Abläufen oder bei groß angelegten Auswertungen
  • Herausforderungen bei der Integration mit lokaler Hardware oder Altsystemen
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Wie das Risiko minimieren

Wählen Sie Cloud-ERP-Anbieter, die Service Level Agreements (SLA) mit garantierten Leistungskennwerten anbieten. Überwachen Sie die Performance regelmäßig und melden Sie Probleme umgehend.

8. Komplexität der Datenmigration

Der Wechsel zu einem Cloud-ERP-System ist häufig mit komplexen Datenmigrationen verbunden:

  • Die Übertragung von Daten aus Altsystemen ist zeitaufwändig und fehleranfällig
  • Einige Datenformate sind möglicherweise mit dem neuen System nicht kompatibel
  • Historische Daten müssen eventuell archiviert oder neu strukturiert werden

Dieser Prozess kann teuer sein und vorübergehend zu Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs führen.

Eine Herausforderung, der wir uns stellen mussten, war die Datenmigration. Die Übertragung großer Datenmengen in die Cloud war zeitaufwändig und erforderte eine sorgfältige Planung, um Datenverluste oder -beschädigungen zu vermeiden. Wir mussten erheblich in die Schulung unseres IT-Personals investieren, um die Feinheiten des neuen Systems zu beherrschen.

 

Trotz dieser anfänglichen Hürde haben sich die langfristigen Vorteile verbesserter Zugänglichkeit und Skalierbarkeit als lohnend erwiesen.

Christopher Pappas
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So lässt sich das Risiko mindern

Arbeiten Sie mit erfahrenen Spezialisten für Datenmigration zusammen und bestehen Sie auf einen detaillierten Migrationsplan von Ihrem ERP-Anbieter. Führen Sie umfassende Testphasen durch, um die Datenintegrität und Systemfunktionalität vor dem Live-Betrieb zu validieren.

Cloud-ERP vs. traditionelles ERP

Um Ihnen die Entscheidungsfindung zu erleichtern, vergleichen wir Cloud-ERP mit traditionellem On-Premises-ERP anhand wichtiger Faktoren:

Entscheidungsfaktoren für Cloud-ERP-Software im Vergleich zur traditionellen ERP-Software.

Wichtige Überlegungen: Die Lösung, die zu Ihnen passt

  • Unternehmensgröße: Cloud-ERP eignet sich oft besser für kleine und mittelständische Unternehmen, während große Unternehmen mit komplexen Prozessen traditionelles ERP wegen der umfangreicheren Anpassungsmöglichkeiten bevorzugen könnten.
  • IT-Ressourcen: Unternehmen mit begrenztem IT-Personal profitieren häufig stärker vom cloudbasierten ERP mit Managed Services.
  • Branchenspezifische Anforderungen: Organisationen in stark regulierten Branchen wie Gesundheitswesen oder öffentliche Verwaltung ziehen oft traditionelles ERP vor, um mehr Kontrolle über Daten und Prozesse zu haben.
  • Wachstumspläne: Schnell wachsende Unternehmen profitieren von der Skalierbarkeit des Cloud-ERP.
  • Globale Tätigkeit: Die Erreichbarkeit des Cloud-ERP ist ein Vorteil für Firmen mit mehreren Standorten oder mit Remote-Mitarbeitenden.
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Das ist eine individuelle Entscheidung

Die beste Wahl hängt von den spezifischen Bedürfnissen, Ihren Ressourcen und Ihrer langfristigen Strategie ab. Viele Unternehmen entscheiden sich auch für hybride Ansätze und kombinieren Elemente sowohl aus Cloud- als auch aus On-Premises-Systemen.

Fazit: Die Zukunft liegt in der Cloud

Die Auswahl eines ERP-Systems ist keine Kleinigkeit – aber Cloud-ERP verändert die Spielregeln. Es bietet Effizienz und Skalierbarkeit sowie innovative, zukunftsweisende Technologien. Natürlich ist nicht alles eitel Sonnenschein – Ausfälle bei der Internetverbindung oder Bedenken beim Datenschutz sind reale Herausforderungen, die beachtet werden sollten.

Die perfekte ERP-Lösung hängt von den individuellen Anforderungen Ihres Unternehmens ab – recherchieren Sie also gründlich und stellen Sie die kritischen Fragen. Bleiben Sie neugierig in Bezug auf neue Technologien wie KI im ERP – das verschafft Ihnen Vorteile in diesem dynamischen Umfeld.

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Simon Litt

Simon Litt ist auf eine Vielzahl von Finanzthemen spezialisiert. Karrierefokus auf Privat- und Unternehmensfinanzen für digitale Publikationen, börsennotierte Unternehmen und Medienmarken weltweit.