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Key Takeaways

MRP in den 60ern: Die Geschichte von ERP begann in der Fertigungsindustrie, mit den ersten MRP-Systemen, die in den 1960er Jahren entwickelt wurden.

Erweiterung um Produktionsplanungsfunktionen: In den 1980er Jahren wurde MRP II eingeführt, was eine geplante Produktion und Kapazitätsplanung ermöglichte.

ERP wird geprägt: In den 1990er Jahren entstand das eigentliche ERP, als zusätzliche Geschäftsbereiche integriert wurden.

Cloud-Infrastruktur: Cloud-basierte Systeme entstanden 1998, wurden jedoch zunächst nur langsam populär. Es dauerte, bis sie so weit verbreitet waren wie heute.

ERP II: Internetfähige Systeme, bekannt als ERP II, wurden in den 2000er Jahren zum Standard.

Stellen Sie sich vor, Sie führen ein Unternehmen, in dem jeder Prozess – von der Produktion bis zur Lohnabrechnung – reibungslos ineinandergreift. Das ist die Kraft von ERP-Systemen

Von bescheidenen Anfängen in den 1960er Jahren – zunächst in der Fertigungsindustrie verwurzelt – bis hin zu den heutigen cloudbasierten Kraftpaketen haben ERP-Systeme die Art und Weise, wie Unternehmen arbeiten, revolutioniert. 

Hier ist die Geschichte, wie ERP den Wandel von der Verwaltung von Rohstoffen bis hin zur Steuerung ganzer Unternehmen vollzogen hat.

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Einführung in ERP-Systeme

Also, Was ist ERP? Der Begriff ERP steht für Enterprise Resource Planning (Unternehmensressourcenplanung). Es handelt sich um ein Softwaresystem, das Unternehmen bei der Verwaltung ihrer täglichen Aktivitäten unterstützt.

Stellen Sie sich ERP als das zentrale Nervensystem eines Unternehmens vor. Es verbindet verschiedene Abteilungen und Geschäftsfunktionen – von Finanzen, Buchhaltung und Personalwesen bis hin zu Vertrieb, CRM und Lieferkette – und ermöglicht ihnen, in einer Sprache zu kommunizieren, die alle verstehen: Daten.

Durch die Schaffung einer einzigen Datenquelle für Ihre Unternehmensdaten beseitigt ERP Datensilos und widersprüchliche Informationen. Das bedeutet, dass alle – vom CEO bis zum Lagerpersonal – auf dem gleichen Stand sind.

Zu den wichtigsten Vorteilen von ERP-Systemen zählen:

Nicht nur für die Großen

Nicht nur für die Großen

Obwohl ERP seinen Ursprung in großen Unternehmen hat (Stichwort: Enterprise), ist es längst nicht mehr nur etwas für die Großen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU und KMB) setzen zunehmend auf ERP-Lösungen, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Tatsächlich gibt es mittlerweile ERP-Systeme für jede Branche und jede Unternehmensgröße.

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Sie suchen ein modernes ERP-Tool?

Unser Team hat die besten ERP-Systeme auf dem Markt bewertet und festgestellt, dass diese Systeme die Spitzenplätze einnehmen.

Es sei denn, Sie suchen ein altmodisches System, das nur Produktionsmaterialien nachverfolgen kann und einen ganzen Raum einnimmt. In diesem Fall: Viel Erfolg bei Ihrer Zeitreise zurück in die 60er!

Ursprünge von ERP: MRP-Systeme in den 1960er Jahren

Die Geschichte von ERP beginnt in den schwungvollen Sechzigern – damals ging es jedoch noch nicht um die Ressourcenplanung für das gesamte Unternehmen. Es drehte sich alles um Materialien.

MRP: Der Urvater von ERP

MRP steht für Material Requirements Planning (Materialbedarfsplanung) und stellt den ersten Schritt auf dem Weg zu dem dar, was wir heute als ERP kennen. 

Sein Zweck bestand darin, Herstellern bei der Produktionsplanung und der Lagerverwaltung zu helfen. Im Mittelpunkt standen Rohstoffe und Komponenten, die für die Fertigung benötigt wurden, mit dem Ziel, Verschwendung zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.

IBM & J.I. Case – Die Pioniere

Das Konzept wurde von Unternehmen wie IBM und Firmen wie J.I. Case vorangetrieben, die zu den ersten gehörten, die Software zur Prognose des Materialbedarfs auf Basis von Produktionsplänen einsetzten.

Die Implementierung von MRP bei J.I. Case war bahnbrechend. Sie hatten Probleme mit dem Bestandsmanagement und der Produktionsplanung. Durch die Einführung des MRP-Systems von IBM verbesserten sie die Bestandskontrolle und Produktionseffizienz erheblich. Diese Erfolgsgeschichte weckte in der gesamten Fertigungsbranche großes Interesse. Plötzlich wollte jeder ein Stück vom MRP-Kuchen haben.

Wie funktionierte MRP?

MRP-Systeme waren ziemlich unkompliziert. Man gab den Produktionsplan ein, ließ das System den Materialbedarf berechnen, und es erstellte automatisch Einkaufs- und Arbeitsaufträge. Heute klingt das nicht mehr revolutionär, aber damals? Das war ein echter Wendepunkt.

Die Einschränkungen

MRP war jedoch nicht perfekt. Es gab einige wesentliche Nachteile:

  • Konzentrierte sich ausschließlich auf Materialien und ignorierte andere Ressourcen wie Arbeitskräfte und Maschinen
  • Setzte unendliche Kapazität voraus, was in den meisten Produktionsumgebungen nicht realistisch ist
  • Berücksichtigte keine Echtzeitänderungen oder unerwartete Ereignisse

Diese Einschränkungen führten schließlich zur nächsten Stufe der ERP-Entwicklung. Doch vorerst war MRP unumstritten und ebnete den Weg für ausgefeiltere Systeme.

Wussten Sie schon?

Wussten Sie schon?

Die ersten MRP-Systeme liefen auf riesigen Mainframe-Computern, die oft ganze Räume füllten! Heute kann man ein ERP-System auf dem Smartphone betreiben.

Die Entwicklung von MRP II in den 1980er Jahren

MRP war ein Wendepunkt, hatte aber seine Grenzen. Die Hersteller wollten mehr. Sie benötigten ein System, das nicht nur Materialien, sondern sämtliche Aspekte des Produktionsprozesses steuern konnte. MRP II war die Antwort.

WUSSTEN SIE SCHON?

Der Begriff „MRP II“ wurde von Oliver Wight geprägt, der damit den Titel Vater von MRP II erhielt.

Er wollte es vom ursprünglichen MRP abgrenzen, aber das vertraute Kürzel beibehalten.

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Was machte MRP II anders?

MRP II griff die Grundkonzepte von MRP auf und erweiterte sie. In dieser Phase der ERP-Geschichte ging es nicht mehr nur um Materialien. Nun konnte das System einen viel größeren Bereich an Ressourcen planen und steuern – Arbeitskräfte, Maschinen und sogar Geld.

Einer der größten Fortschritte war die Integration von Bereichen wie Finanzen und Personalwesen. Es ging nicht nur darum, alle Daten an einem Ort zu haben, sondern darum, einen Arbeitsablauf zu schaffen, in dem alle Bereiche des Unternehmens effektiv zusammenarbeiten konnten.

Zu den wichtigsten Verbesserungen von MRP II gehörten:

  • Integration von Finanzsystemen
  • Fähigkeiten zur Vertriebs- und Produktionsplanung
  • Kapazitätsplanung
  • Geschlossener Regelkreis bei der Terminplanung

Fortschrittliche Produktionsplanung

Einer der größten Fortschritte mit MRP II lag in der Produktionsplanung. MRP II führte das Konzept der Kapazitätsplanung ein. Das bedeutete, dass das System nun die tatsächlichen Kapazitäten der Fertigung berücksichtigen konnte. Schluss mit der Annahme unendlicher Kapazität!

Stellen Sie sich vor, Sie leiten in den 80ern eine Autofabrik. Mit MRP konnten Sie berechnen, wie viele Motoren benötigt werden. Mit MRP II konnten Sie jedoch planen, wann diese Motoren gebaut werden, wer sie baut und wie viel das kosten würde. Das war ein völlig neues Spielfeld.

Die Technik dahinter

Der Aufstieg von MRP II fiel mit dem Fortschritt in der Computertechnologie zusammen. Leistungsfähigere Maschinen ermöglichten komplexere Berechnungen in kürzerer Zeit. Dadurch entstanden ganz neue Möglichkeiten, was diese Systeme leisten konnten.

Nicht nur für die Fertigung

Obwohl MRP II in der Fertigungsbranche entstand, reichte seine Wirkung weit darüber hinaus. Auch andere Branchen erkannten den Nutzen dieses umfassenderen Ansatzes zur Ressourcenplanung. Die Saat für echte unternehmensweite Systeme war ausgesät.

Die Entstehung von ERP in den 1990er Jahren

In den 1990er Jahren wurde der Begriff ERP — Enterprise Resource Planning — offiziell geprägt. Diese Ära markierte eine bedeutende Weiterentwicklung von MRP II, da Unternehmen eine noch stärkere Integration aller betrieblichen Bereiche anstrebten.

WUSSTEN SIE SCHON?

Die Gartner Group, ein führendes Forschungsunternehmen, verwendete erstmals den Begriff „ERP“, um diese erweiterten Systeme zu beschreiben. 

ERP war nicht länger nur für die Fertigungsindustrie gedacht; es begann, Module für nahezu jeden wesentlichen Bereich betrieblicher Abläufe zu umfassen.

Vereinheitlichte Datenbank

Früher verfügten Unternehmen über getrennte Systeme für verschiedene Abteilungen. Nun waren alle Daten an einem Ort gespeichert. Das bedeutete:

  • Echtzeitinformationen für das gesamte Unternehmen
  • Verbesserte Datenqualität und -konsistenz
  • Bessere Entscheidungsfindung

ERP-Giganten tauchen auf

In der Geschichte von ERP war das Jahrzehnt der 90er Jahre geprägt vom Eintritt einiger bedeutender Software-Giganten. SAP, Oracle, Microsoft und PeopleSoft wurden zu festen Größen in der Geschäftswelt. Sie boten umfassende Softwarelösungen, mit denen ganze Unternehmen betrieben werden konnten.

Globale Expansion

Mit der zunehmenden Globalisierung wurden ERP-Systeme entscheidend für Unternehmen, die international expandierten. Sie unterstützten verschiedenste Sprachen, Währungen und rechtliche Anforderungen und wurden dadurch für multinationale Unternehmen unverzichtbar.

Wachstumsschmerzen

ERP-Einführungen verliefen nicht immer reibungslos. Diese Systeme waren komplex und teuer. Viele Unternehmen scheiterten an langwierigen und kostspieligen Implementierungen. Manche spektakulären ERP-Pannen sorgten für Schlagzeilen.

Weder Trick noch Treat

Weder Trick noch Treat

Die Einführung von ERP bei Hershey’s im Jahr 1999 führte zu einem Umsatzverlust von 100 Millionen Dollar, als das System während der Halloween-Saison ausfiel. Der Fall gilt heute als berühmtes Beispiel für Risiken bei ERP-Einführungen.

Eine neue Art zu arbeiten

Trotz aller Hürden veränderte ERP die Unternehmensführung grundlegend. Die Systeme durchbrachen die Abteilungsgrenzen. Sie gaben Führungskräften einen Gesamtüberblick über das Unternehmen. Für viele wurde ERP zum Wettbewerbsfaktor.

Die 1990er Jahre markieren die eigentliche Geburtsstunde des modernen ERP. Aber die Geschichte hört hier nicht auf. Im nächsten Jahrzehnt sollten neue Technologien und Möglichkeiten folgen. Eine weitere revolutionäre Entwicklung stand bevor.

Der Aufstieg von Cloud-ERP Ende der 1990er Jahre

Gegen Ende der 90er Jahre entstand ein neues Konzept in der ERP-Geschichte: Cloud Computing. Richtig, die moderne Technik betrat die Bühne.

NetSuite: Der Cloud-Pionier

1998 brachte NetSuite (damals NetLedger genannt) das erste Cloud-ERP-System auf den Markt. Das war ein mutiger Schritt. Die meisten Unternehmen waren noch mit lokalen ERP-Lösungen beschäftigt. Die Vorstellung, geschäftskritische Systeme übers Internet zu betreiben, schien riskant.

Früh gesäte Samen

Früh gesäte Samen

NetSuite, das erste Cloud-ERP, wurde ursprünglich von Larry Ellison, Mitbegründer von Oracle, finanziert. 2016 übernahm Oracle NetSuite für 9,3 Milliarden Dollar.

Warum Cloud-ERP? Cloud-ERP bietet zahlreiche Vorteile:

  • Geringere Anfangsinvestitionen
  • Schnellere Implementierung
  • Automatische Updates
  • Zugriff von überall mit Internetverbindung

Insbesondere kleinere Unternehmen, die sich traditionelle ERP-Systeme nicht leisten konnten, profitierten von diesen Vorteilen besonders.

Vor-Ort vs. Cloud: Die große Debatte

Der Aufstieg von Cloud-ERP löste intensive Diskussionen in der Geschäftswelt aus. Befürworter von On-Premises-Systemen verwiesen auf Sicherheitsbedenken und Einschränkungen bei der Anpassung. Cloud-Anhänger hingegen hoben Kosteneinsparungen und Flexibilität hervor. 

Dieses Kapitel der ERP-Geschichte ist noch nicht vollständig geschrieben, aber die meisten Menschen bevorzugen mittlerweile cloudbasierte ERP-Systeme. Dennoch schätzen eingefleischte On-Premises-Anhänger weiterhin deren erhöhte Sicherheit.

Skepsis und allmähliche Akzeptanz

Frühe Cloud-ERP-Systeme standen vor Herausforderungen. Die Internetgeschwindigkeit war nicht immer zuverlässig. Sicherheitsbedenken waren weit verbreitet. Viele große Unternehmen zögerten, ihre Daten der Cloud anzuvertrauen.

Trotz anfänglicher Skepsis gewann Cloud-ERP langsam an Boden. Mit der Verbesserung der Internet-Infrastruktur und fortschrittlicheren Sicherheitsmaßnahmen erkannten immer mehr Unternehmen die Vorteile. Durch diese Entwicklung wuchs ein weiterer ähnlich gelagerter Akteur: SaaS ERP.

Der hybride Ansatz

Manche Unternehmen entschieden sich für einen Mittelweg: Hybride ERP-Systeme. Diese kombinierten On-Premises-Systeme für sensible Prozesse mit Cloud-Lösungen für weniger kritische Funktionen.

Das Konzept von ERP II in den 2000er Jahren

Der Beginn des neuen Jahrtausends brachte eine weitere Veränderung in der ERP-Geschichte. Super kreativ benannt als ERP II, handelte es sich um eine Erweiterung traditioneller ERP-Systeme zur Integration neuer, internetbasierter Technologien, die Konnektivität und Funktionalität erweiterten.

Was ist ERP II?

ERP II erweiterte den Umfang traditioneller ERP-Systeme. Es ging über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus und bezog Kunden, Lieferanten und Partner mit ein. Der Fokus verlagerte sich von der Transaktionsverarbeitung hin zu kollaborativem Handel.

Internetfähige Systeme und Integration

Das Internet war zentral für ERP II. Diese Systeme waren nicht nur verbunden; sie wurden von Grund auf für das Web entwickelt. Das eröffnete neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Echtzeit-Datenaustausch.

ERP II verwischte die Grenzen zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen. Es integrierte unterschiedliche Aspekte der Geschäftsprozesse, darunter:

Analyse und mobile Revolution

Mit der steigenden Datenmenge in ERP-Systemen wurden Analysen immer wichtiger. ERP II legte besonderen Wert auf Business Intelligence und unterstützte Unternehmen dabei, ihre Daten zu verstehen.

Als Smartphones allgegenwärtig wurden, passten sich ERP II-Systeme an. Mobiler Zugriff auf ERP-Daten wurde zu einem unverzichtbaren Feature, das Führungskräften unterwegs Entscheidungen ermöglicht.

Branchenspezifische Lösungen

Mit ERP II entstanden branchenspezifische Lösungen. Softwareanbieter entwickelten maßgeschneiderte Systeme für Gesundheitswesen, Einzelhandel, Fertigung und viele weitere Branchen. Einheitslösungen hatten ausgedient.

ERP II markierte einen bedeutenden Wandel in der Denkweise von Unternehmen bezüglich ihrer Systeme. Es ging nicht mehr nur um Ressourcenverwaltung, sondern auch um die Schaffung von Mehrwert durch Zusammenarbeit und Informationsaustausch. Aber die Technik entwickelt sich stetig weiter. Die nächste Ära sollte noch dramatischere Veränderungen in die ERP-Welt bringen. 

Eine Hommage an Oliver Wight

Eine Hommage an Oliver Wight

Der Begriff “ERP II” war im Branchensprech nur von kurzer Dauer, aber seine Konzepte der erweiterten Unternehmung und des kollaborativen Handels leben in modernen ERP-Systemen weiter.

Funktionsvergleichstabelle: MRP, MRP II, ERP, ERP II

SystemMRPMRP IIERPERP II
Ära1960er1980er1990er2000er
SchwerpunktMaterialien (Lagerverwaltung)Integrierte FertigungsprozesseUnternehmensweite Integration von GeschäftsprozessenErweitertes Unternehmen (Internet-gestützte Geschäfts­integration)
Zentrale FunktionenMaterialbedarfsplanungProduktions­planung, detaillierte Kapazitäts­planungFinanzen, HR, SCM, CRM usw.E-Business, CRM, SCM, HCM
TechnologieGroßrechnerFortschrittlichere Software, PCsVereinheitlichte Datenbanken, fortschrittliche AnalytikWebbasierte Anwendungen, Cloud Computing
DatenbankMehrereZentralisiertVereinheitlichtWeb-fähig
BenutzeroberflächeTextbasiertGUIGUIWebbasiert
IntegrationKeine über produktionsbezogene Abteilungen hinausBreitere Integration innerhalb der FertigungAbteilungsübergreifende IntegrationExterne Integration (Lieferanten, Kunden)
Echtzeit-FähigkeitenBegrenztVerbessertJaErweitert
AnalytikGrundlegende BerichteEinige AnalysenBusiness IntelligenceFortgeschrittene Analytik
AnpassbarkeitBegrenztMittelUmfassendModular
DatenzugänglichkeitBegrenzt auf bestimmte AbteilungenAbteilungsweitUnternehmensweitWeltweiter Zugriff über das Internet
Kosten/PreisgestaltungHoch durch Hardware und spezialisiertes PersonalDurch PC-Verfügbarkeit gesenkt, aber immer noch erheblichAnfangs hoch, wurde im Laufe der Zeit zugänglicherDurch Cloud-Lösungen und Abonnement­modelle reduziert
Typische NutzerHerstellerHerstellerAlle BranchenAlle Branchen + Partner
UnternehmensgrößeGroßunternehmen mit hoher ProduktionsmengeGrößere Unternehmen branchenübergreifendMultinationale KonzerneAlle Größen, einschließlich kleiner Unternehmen

Heutige ERP-Systeme sind weitaus fortschrittlicher als ihre Vorgänger und werden durch den rasanten technologischen Fortschritt vorangetrieben. Das sind die Faktoren, die die aktuelle und zukünftige ERP-Landschaft prägen:

  • Die KI- und ML-Revolution: Moderne Systeme nutzen künstliche Intelligenz (KI) für alles – von prädiktiver Analytik bis hin zu automatisierten Entscheidungen. Machine-Learning-Algorithmen ermöglichen es ERP-Systemen, mit der Zeit immer intelligenter zu werden, indem sie aus Datenmustern die Prognose und Planung verbessern.
  • IoT-Integration: Das Internet der Dinge (IoT) verbindet ERP-Systeme mit der physischen Welt. Sensoren auf Fertigungsstraßen, in Lagerhäusern und sogar an Produkten selbst liefern Echtzeitdaten an ERP-Systeme. Dadurch werden bislang unerreichte Überwachungs- und Kontrollmöglichkeiten möglich.
  • Personalisierung und Nutzererlebnis (UX): Die Zeiten sperriger Oberflächen sind vorbei. Moderne ERP-Systeme legen den Fokus auf das Nutzererlebnis, mit intuitiven Dashboards und personalisierten Ansichten. Durch natürliche Sprachverarbeitung können Nutzer per Sprachbefehl oder Chatbot mit dem System interagieren.
  • Blockchain im ERP-Bereich: Blockchain-Technologie findet immer mehr Einzug in ERP-Systeme, insbesondere im Supply Chain Management. Sie bietet mehr Sicherheit und Transparenz für Transaktionen und Dokumentation.
  • Stetige Innovationen: Das Konzept des „postmodernen ERP“ gewinnt an Bedeutung. Anstelle monolithischer Systeme setzen Unternehmen zunehmend auf einen flexiblen Ansatz und kombinieren zentrale ERP-Funktionen mit spezialisierten Cloud-Diensten.
  • Nachhaltigkeitsfunktionen: Angesichts wachsender Umweltprobleme integrieren ERP-Systeme zunehmend Funktionen, die Unternehmen helfen, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu überwachen und zu senken. Nachhaltigkeits­berichte werden zum Standard-Feature.
  • Edge Computing: Aufgrund des Bedarfs an schnelleren Verarbeitungen von IoT-Daten ist Edge Computing ein aufkommender ERP-Trend. Dadurch können Entscheidungen schneller getroffen werden, da Daten näher an der Quelle verarbeitet werden.
  • Die Zukunft der Arbeit: ERP-Systeme passen sich neuen Arbeitsmodellen an, darunter remote und hybride Arbeitsweisen. Kollaborationstools und mobile Funktionen werden immer leistungsfähiger.
  • Prädiktives ERP: Die Zukunft von ERP ist vorausschauend. Systeme zeigen nicht nur an, was derzeit passiert, sondern erkennen Trends und potenzielle Probleme frühzeitig. Dadurch kann ein Unternehmen proaktiv statt nur reaktiv handeln.
Fun Fact

Fun Fact

Einige moderne ERP-Systeme können mehr als 1 Milliarde Transaktionen pro Tag verarbeiten. Das sind mehr als 11.500 Transaktionen pro Sekunde!

Die Zukunft von ERP-Systemen liegt in der kontinuierlichen Innovation

Von MRP bis hin zu KI-gestützten Systemen hat sich ERP enorm weiterentwickelt. Was in den 1960er-Jahren als Werkzeug für das Materialmanagement begann, ist heute das Rückgrat moderner Geschäftsprozesse.

Wenn wir in die Zukunft blicken, werden ERP-Systeme voraussichtlich noch intelligenter, vorausschauender und entscheidender für den Unternehmenserfolg werden. Sie werden weiterhin nicht nur innerhalb von Organisationen, sondern auch zwischen ihnen Silos aufbrechen.

Die Geschichte von ERP ist noch lange nicht zu Ende. Während sich die Technologie weiterentwickelt und sich Geschäftsanforderungen verändern, wird sich ERP immer wieder anpassen. Eines ist sicher: Es bleibt das Herzstück dafür, wie Unternehmen in einer zunehmend digitalen Welt agieren und konkurrieren.

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